• Sportplätze in Potsdam: Signal von der Westkurve

Sportplätze in Potsdam : Signal von der Westkurve

Bürgerinitiative appelliert an Stadtverordnete

Für alle? Der Sportplatz Westkurve – hier eine Aufnahme aus dem März.
Für alle? Der Sportplatz Westkurve – hier eine Aufnahme aus dem März.Foto: S. Gabsch

Brandenburger Vorstadt - Die Bürgerinitiative Westkurve fordert eine Lichtanlage für den gleichnamigen Sportplatz – und will die bisher skeptischen Stadtverordneten in diesem Punkt noch umstimmen. Der Platz habe für die Lebensqualität der Anwohner eine herausragende Bedeutung, sagte Initiativensprecherin Annette Paul am gestrigen Dienstag den PNN. Für noch mehr Qualität sei aber eine geeignete Beleuchtung dringend notwendig, gerade für die Winterzeit.

Anlass für die Äußerung: Zuletzt war im Bildungsausschuss der Stadtverordneten ein Antrag der Fraktion Die Andere für so eine Beleuchtungsanlage abgelehnt worden. Zudem hatte die alternative Fraktion erreichen wollen, dass die dort engagierte Bürgerinitiative Westkurve den Platz künftig als gleichberechtigter Partner nutzen kann. Doch auch das lehnte eine Mehrheit im Ausschuss ab – etwa mit dem Argument, der dort ansässige Schulsport gehe eindeutig vor.

Annette Paul hofft nun, die Stadtverordneten noch für den Antrag einnehmen zu können, will in der nächsten Sitzung des Stadtparlaments auch ein Rederecht beantragen. Sie wolle eine nachhaltige Doppelnutzung der Westkurve als Schul- und Freizeitplatz erreichen, sagte die Initiativensprecherin, die auch das Stadtteilnetzwerk Potsdam-West leitet. Die Bürgerinitiative und das Netzwerk würden sich seit zehn Jahren für die Instandsetzung und Neunutzung des Areals einsetzen. „Wir haben den derzeitigen Sanierungsprozess mit auf den Weg gebracht“, sagte Annette Paul.

Der Platz wird doppelt genutzt: Zwei Schulen sowie ein Hort nutzen die Westkurve vor allem am Vormittag. Danach sowie an den Wochenenden steht die Fläche für Anwohner offen, zum Beispiel für zehn selbst organisierte Trainingsgruppen mit 200 Teilnehmern. Der Anspruch der Stadt müsse es sein, diesen öffentlichen Charakter des Areals nach der anstehenden Sanierung zu erhalten und auszubauen, sagte Paul weiter: Selbst Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) habe zuletzt seinem Geleitwort zum Aktionsplan kinderfreundliche Kommune geschrieben: „In einer wachsenden Stadt mit zunehmenden Flächenkonkurrenzen sind innovative Ideen gefragt.“ HK