• Spirellibande will finanzielle Hilfe Frühstücksangebot an sieben Schulen in Gefahr

Potsdam : Spirellibande will finanzielle Hilfe Frühstücksangebot an sieben Schulen in Gefahr

Täglich versorgt die Spirellibande der Arbeiterwohlfahrt (Awo) rund 350 sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche an sieben Potsdamer Schulen mit einem kostenlosen Frühstück. Nun schlägt der Träger des vor allem spendenfinanzierten Projekts Alarm. Denn mit dem von der Stadtverwaltung aufgelegten Modellprojekt für ein kostenloses Frühstück an fünf weiteren Potsdamer Grundschulen sei der Spendenfluss für das Awo-Projekt merklich zurückgegangen, bestätigte Awo-Chefin Angela Schweers am Montag den PNN auf Anfrage.

Dem Problem hat sich inzwischen bereits die Linke im Stadtparlament angenommen, ein entsprechender Antrag wird in der Plenarsitzung am 13. September behandelt. Demnach soll Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) einen Vorschlag unterbreiten, wie das Angebot „mit Unterstützung der Stadt weitergeführt werden kann“, fordert die Linke. Für die Aufrechterhaltung des Angebots seien pro Jahr rund 140 000 Euro nötig – also 20 000 Euro pro Schule. Zur Begründung schreibt die Linke, in der Öffentlichkeit sei „der Eindruck entstanden, dass die Stadt generell für die Finanzierung des kostenlosen Frühstücks aufkommt“. Daher sei es für das Sammeln von Spenden nur schwer zu vermitteln, dass trotz des städtischen Modellprojekts auch weiterhin Spenden für die Spirellibande erforderlich seien. Das bestätigte auch Awo-Chefin Schweers, vor allem Kleinspenden flössen kaum noch. Allerdings sei die Spirellibande in diesem Jahr, vor allem dank einer Großspende der Ikea-Stiftung, noch arbeitsfähig. Allerdings müsse es für die nächsten Jahre eine neue Perspektive geben, forderte Schweers – ein Nebeneinander des städtischen Modellprojekts und der Awo-Spirellibande funktioniere nicht. HK