• Saskia Ludwig ist die Favoritin im Wahlkreis 19

Serie zur Landtagswahl 2019 : Eine Favoritin im Wahlkreis 19

Im Wahlkreis 19 zeichnet sich einmal mehr ein Sieg der CDU-Politikerin Saskia Ludwig ab. Die Frage ist, wie deutlich er ausfällt.

Blick gen Potsdamer Norden.
Blick gen Potsdamer Norden.Foto: Lutz Hannemann

Zum Wahlkreis 19 gehören die nördlichen Ortsteile Potsdams, also Bornim, Bornstedter Feld, Eiche, Fahrland, Golm, Groß Glienicke, Grube, Marquardt, Nedlitz, Neu Fahrland, Sacrow, Satzkorn und Uetz-Paaren. Dazu kommt die Gemeinde Schwielowsee und die Stadt Werder (Havel). Die PNN geben einen Überblick über die Ausgangslage und die wichtigsten Themen des Wahlkreises.

Die Chancen

Den Wahlkreis hat bei den vergangenen Landtagswahlen stets Potsdam-Mittelmarks CDU-Chefin Saskia Ludwig mehr oder weniger knapp gegen SPD-Kandidaten gewonnen – zuletzt 2014 mit 31,7 Prozent gegen den heutigen Potsdamer Oberbürgermeister Mike Schubert, der damals als Potsdamer SPD-Fraktionschef 29,4 Prozent erzielen konnte. Diesmal hat die SPD den Kriminalbeamten und Potsdamer Stadtverordneten Uwe Adler aufgestellt – der sich nach einer internen Kampfkandidatur gegen den SPD-Chef des Landkreises Potsdam-Mittelmark, Robert Dambon aus Werder (Havel), durchsetzen konnte. Schon insofern waren die Vorzeichen der Kandidatur schwierig. Das unabhängige Prognoseportal election.de sieht denn auch aktuell eine 76-prozentige Chance, dass Ludwig ihren Wahlkreis erneut holen kann. Dem SPD-Herausforderer werden 15 Prozent Siegchancen attestiert, den Grünen immerhin noch sechs Prozent. Im Wahlkreis hatte es stets erhebliche Unterschiede zwischen den Ergebnissen in Potsdam und in den Umlandgemeinden gegeben – in Letzteren konnte Ludwig vielfach besonders punkten. Allerdings schnitt ihre CDU bei den Kommunal- und Europawahlen im Mai längst nicht mehr so stark ab wie in vergangenen Zeiten.

Die Themen

Angesichts der Größe des Wahlkreises über die Potsdamer Stadtgrenze hinaus sind die Themen zum Teil zwar sehr unterschiedlich – vielfach aber eben auch nicht. So geht es im wachsenden Potsdamer Norden um fehlende soziale Infrastruktur, gerade in Ortsteilen wie Fahrland – ähnliche Themen treiben aber auch die Anwohner in neuen Baugebieten in Werder (Havel) oder in Schwielowsee um. Allein in Werder fehlten zuletzt fast 300 Kitaplätze, geplante Neubauten verzögerten sich immer wieder. Einer Studie zufolge benötigt man in den kommenden Jahren noch eine komplette neue Grundschule. Und in Schwielowsee kommt immer wieder der Wunsch nach einer weiterführenden Schule auf, die es in der 11.000-Einwohner-Gemeinde nicht gibt.

Dazu verbindet das Thema Verkehr und die Anbindung an Busse, Trams und das Bahnnetz den Wahlkreis. So wird in Potsdam seit Jahren gefordert, dass der Bahnhof Marquardt aufgewertet und insgesamt besser angebunden werden muss – und auch in Werder (Havel) fordert man mehr Züge nach Berlin. Dazu kommt der Dauerclinch mit der Stadt Potsdam wegen der Pförtnerampeln an der Zeppelinstraße – und einer noch fehlenden Busspur in die Landeshauptstadt. Kritisch gesehen werden im Potsdamer Norden wiederum die Planungen für Krampnitz, hier wird ein Verkehrsinfarkt für die schon jetzt viel befahrene B2 befürchtet.

Ein Dauerthema in dem wasserreichen Wahlkreis ist auch der Umgang mit Uferwegen – sei es in Groß Glienicke oder eben auch in Werder.