• Segnungsfeiern bei St. Peter und Paul : Potsdams Katholiken beteiligen sich an Aktion „Liebe gewinnt“

Segnungsfeiern bei St. Peter und Paul : Potsdams Katholiken beteiligen sich an Aktion „Liebe gewinnt“

Die Segnungsfeiern in katholischen Gemeinden gelten „für alle Liebenden“ und sind auch für gleichgeschlichtliche Liebespaare offen. Nicht allen in der Kirche gefällt das.

Die katholische St. Peter und Paul Kirche in Potsdam am Bassinplatz.
Die katholische St. Peter und Paul Kirche in Potsdam am Bassinplatz.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Die katholische Potsdamer St. Peter und Paul-Gemeinde beteiligt sich am nächsten Samstag an den innerkirchlich umstrittenen Segnungsfeiern „für alle Liebenden“. Die Aktion richtet sich unter anderem an homosexuelle Menschen und setzt sich demonstrativ über die Haltung des Vatikans hinweg, der eine Segnung von gleichgeschlechtlichen Paaren ablehnt. In der Peter-und-Paul-Kirche soll die Aktion ab 16 Uhr beginnen: „Alle Liebenden, insbesondere gleichgeschlechtliche Paare, die den Segen Gottes empfangen wollen, sind herzlich willkommen!“, heißt es in der Einladung. 

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Initiator ist der gewählte Pfarrgemeinderat – in einer Erklärung bezieht man sich auf die Römische Glaubenskongregation, die in einem Mitte März veröffentlichten Schreiben erklärt hatte, die Kirche habe keine Vollmacht, gleichgeschlechtliche Beziehungen zu segnen. Diese Verbindungen entsprächen nicht dem göttlichen Willen. Die Gemeindevertreter kritisieren die Position als „ausgrenzend und verletzend“: „Unseren Brüdern und Schwestern wird so ein erbetener Segen Gottes für ihre aufrichtigen und in Übernahme gegenseitiger Verantwortung geführten Liebesbeziehungen verwehrt.“

100 Gemeinden in Deutschland beteiligen sich daran

Die Potsdamer Gemeinde ist mit ihrer Aktion nicht allein: Etwa hundert Gemeinden in ganz Deutschland beteiligen sich an den von Priestern, Diakonen wie auch Ehrenamtlichen organisierten Gottesdiensten – unter dem Motto „Liebe gewinnt“. Die Deutsche Bischofskonferenz hatte die Segnungsgottesdienste im Vorfeld kritisiert. Sie seien nicht als „Instrument für kirchenpolitische Manifestationen oder Protestaktionen“ geeignet, so der Konferenzvorsitzende Georg Bätzing.

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