• Rathaus: Elternhaltestellen in Potsdam unnötig

Schulwege in Potsdam : Rathaus: Elternhaltestellen unnötig

Das Rathaus hat zwei Standorte für sogenannte Elternhaltestellen geprüft und verworfen - diese seien eher sinnvoll für den ländlichen Raum. 

Der sichere Weg zur Schule: Viele Eltern nutzen dafür das Auto. Doch extra Elternhaltestellen sind in Potsdam vorerst nicht geplant.
Der sichere Weg zur Schule: Viele Eltern nutzen dafür das Auto. Doch extra Elternhaltestellen sind in Potsdam vorerst nicht...Foto: dpa

Besorgte Eltern, die ihre Kinder mit dem Auto zum Unterricht bringen – das kann vor Schulbeginn oft zu hohem Verkehrsaufkommen vor den Schulen und zu kritischen Situationen führen. Daher haben manche Kommunen in Brandenburg, auch mit Hilfe von Landesfördermitteln, mit Hinweisschildern sogenannte Elternhaltestellen eingerichtet. Dort sollen Schüler sicher ein- und aussteigen können. Doch in Potsdam wird es in absehbarer Zeit keine solchen Haltestellen geben. Das hat das Bildungsdezernat jetzt auf Anfrage des SPD-Stadtverordneten Uwe Adler deutlich gemacht.

Bedarf noch nicht überall abgefragt

Demnach habe man die Einrichtung solcher Elternhaltestellen an der Grundschule „Hanna von Pestalozza“ in Groß Glienicke und an der Regenbogenschule in Fahrland geprüft. Die Gegebenheiten vor Ort hätten solche Maßnahmen aber nicht erforderlich gemacht, so die Verwaltung in der Antwort. An anderen Schulen sei der Bedarf bisher nicht abgefragt worden, räumt das Dezernat ein – und verspricht diesen Punkt bei Ortsbegehungen zur Schulwegsicherheit aufzunehmen.

Insgesamt sei aber die Verkehrsinfrastruktur in der Stadt laut dem Dezernat so gut ausgebaut, dass alle Schulen – nicht nur die Grundschulen – gut zu Fuß, mit dem Rad oder dem öffentlichen Nahverkehr erreichbar seien. 

Schüler sollen mehr Mobilitätskompetenz erlernen

Mit dem von den Stadtverordneten beschlossenen Schulwegsicherungskonzept verfolge man auch „vorrangig die Stärkung der Mobilitätskompetenz der Schulkinder“, hieß es weiter. Die Elternhaltestellen zielten in erster Linie auf Schulkinder ab, die ihren Schulweg nicht selbstständig zurücklegen können und darauf angewiesen sind, von ihren Eltern mit dem Auto befördert zu werden – gerade im ländlichen Raum. Nach PNN-Informationen hat die Verwaltung an einzelnen Grundschulstandorten – etwa in Bornim – auch schon das Ordnungsamt eingesetzt, um unvernünftig parkende Eltern zu verwarnen. 

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