• Schulen in Potsdam: Voltaire-Schüler kritisieren WC-Zustand

Schulen in Potsdam : Voltaire-Schüler kritisieren WC-Zustand

Beißender Gestank auf den Toiletten, kaputte Waschbecken und Löcher in den Wänden des Physikraums: Schüler der Potsdamer Voltaire-Gesamtschule üben öffentlich Kritik an ihrem Schulgebäude.

Potsdam - Schüler üben Kritik am schlechten Zustand der Sanitäranlagen an der Voltaire-Gesamtschule. „Wir finden es nicht gut, wenn man beim Betreten der Räume von dem Gestank fast erschlagen wird“, hat das Schülerzeitungsteam der Schule in der Lindenstraße jetzt im Internet erklärt – öffentlich, im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Einstürzende Schulbauten“. Mit der Kampagne will die 2012 von Eltern und Lehrern gegründeten Stiftung Bildung vor der Bundestagswahl erreichen, dass das Thema Bildung eine deutlich höhere Priorität bekommt.

„Nicht nur der beißende Gestank ist unausstehlich“ 

Die Voltaire-Schüler berichten unter anderem von Waschbecken, „die nicht mehr weiß, sondern gelblich oder sogar kaputt sind“. Auch vor der Jungen-Toilette in der Sporthalle wird gewarnt: „Nicht nur der beißende Gestank ist unausstehlich.“ Für den Physikraum werden „riesige Löcher in der Wand“ dokumentiert, für die Cafeteria kaputte Dachstreben. „Wir würden uns freuen, wenn diese Makel behoben werden würden“, erklären die Schüler.

Auch beim zuständigen Kommunalen Immobilienservice (Kis), der Potsdams Schulen instand halten soll, ist die Kritik inzwischen angekommen. Ein Sprecher erinnerte daran, dass ab kommendem Jahr der Neubau einer Zweifeld-Turnhalle und der Ersatzbau eines weiteren Mehrzweckgebäudes mit moderner Mensa geplant sei – für 8,7 Millionen Euro. An den Häusern würden vorher keine Investitionen vorgenommen. Andere Mängel würden „zeitnah verstärkt“ behoben. Anders sei es bei der erst vor einigen Jahren sanierten Sanitäranlage in der Schule, die seit einiger Zeit sogar zweimal täglich gereinigt würde: „Die Geruchsbelästigung ist nachweislich kein bauliches Problem.“ Die Lösung könne hier nur in der „sachgerechten Nutzung“ der Toiletten liegen, erklärte der Kis-Sprecher. 

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