• Schaltkreise defekt: Rechnungshof in Potsdam kann das Licht nicht löschen

Schaltkreise defekt : Rechnungshof in Potsdam kann das Licht nicht löschen

Eine Dauerbeleuchtung in Potsdams Innenstadt sorgt für einen Satire-Beitrag in der Sendung "Extra 3" bei der ARD.

Beim Bundesrechnungshof Potsdam brennt Licht - 24 Stunden lang. Seit Monaten.
Beim Bundesrechnungshof Potsdam brennt Licht - 24 Stunden lang. Seit Monaten.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Ausgerechnet der sonst so auf Sparsamkeit erpichte Bundesrechnungshof kann auf drei Stockwerken seiner Potsdamer Außenstelle seit Monaten insgesamt 33 Flurlichter nicht mehr löschen. Daher ist das Gebäude in der Dortustraße tagsüber und auch nachts auf drei Etagen hell erleuchtet – selbst am Wochenende. Das bestätigte am Freitag der Sprecher des Bundesrechnungshofs (BRH), Jens Hamer, den PNN auf Anfrage. Anlass war ein aktueller Beitrag der beliebten ARD-Satire-Sendung „Extra 3“ zu der Dauerbeleuchtung.

Dabei sind allerdings nicht defekte Lichtschalter das Problem, erklärte Hamer – solche gibt es nicht mehr in dem eigentlich modernisierten Gebäude vis-à-vis des Stadtkanals. Die Deckenlichter in den BRH-Fluren werden eigentlich über eine elektronische Steuerung an- und auch wieder ausgeschaltet. Doch das funktioniert nicht, die Lampen sind ständig an. „Es müssen mehrere Schaltkreise defekt sein“, sagte Hamer. Zusammen mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima), die das Gebäude verwaltet, habe man seit einigen Monaten versucht, das Problem zu lösen, mehrere Fachfirmen hätten sich an einer Reparatur versucht – erfolglos. „Das ist auch für uns sehr ärgerlich.“

Neue Installation wäre richtig teuer

In dem Beitrag von „Extra 3“ hatte sich ein Anwohner über das ständige Licht gegenüber von seiner Wohnung beschwert und auch von Steuergeldverschwendung gesprochen – gerade beim Bundesrechnungshof, der die korrekte Haushalts- und Wirtschaftsführung von Behörden kontrollieren soll. BRH-Sprecher Hamer sagte, zum Glück seien die 33 Leuchten mit Energiesparlampen ausgerüstet – daher sei der laufende Betrieb vergleichsweise kostengünstig. Man setze zunächst auch weiter auf die wirtschaftlich günstigere Lösung, die Lichtanlage doch noch reparieren zu können – denn eine komplett neue Installation würde gleich mehrere Tausend Euro kosten.

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