• Schäden an der Landtagsfassade: Absperrungen bleiben

Schäden an der Landtagsfassade : Absperrungen bleiben

Vor fast vier Monaten wurden Schäden an der Fassade entdeckt. Doch der Baukonzern BAM hat noch immer keinen Gutachter benannt. 

Sperrungen an der Aussenfassade des Brandenburgischen Landtages in Potsdam wegen brökelnder Gebäudeelemente.
Sperrungen an der Aussenfassade des Brandenburgischen Landtages in Potsdam wegen brökelnder Gebäudeelemente.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Die Absperrungen rund um das Landtagsschloss werden wohl länger erhalten bleiben. Wie die Landtagsverwaltung auf PNN-Anfrage mitteilte, gibt es noch nicht mal einen Termin für die Untersuchung der Schäden an der Fassade – also auch nicht für deren Beseitigung. Auch die damit verbundenen Kosten sind weiterhin unklar. „Eine gründliche Begutachtung der Mängel durch Sachverständige zur Ursachenermittlung und Schadensbeseitigung steht weiter aus“, so eine Sprecherin.

Wie berichtet waren Ende Juni an mehreren Stellen der Ost-, West- und Südfassade sowie an einer Stelle im Innenhof Risse und Abbrüche am Sandstein des Gesimses entdeckt worden. Die Stellen waren daraufhin gesichert und abgesperrt worden. Insgesamt soll es sieben schadhafte Stellen geben. Sie befinden sich in einer Höhe von 14 Metern. An zwei Stellen war wie berichtet Material abgebrochen und zu Boden gefallen. Um Gefahr für Passanten und Besucher zu vermeiden, waren die Stellen mit Netzen, Flatterband und Baugittern abgesperrt worden. 

[Was ist los in Potsdam und Brandenburg? Die Potsdamer Neuesten Nachrichten informieren Sie direkt aus der Landeshauptstadt. Mit dem Newsletter Potsdam HEUTE sind Sie besonders nah dran - in den Herbstferien einmal wöchentlich am Freitag. Hier geht's zur kostenlosen Bestellung.]

Das Land Brandenburg ist zwar Eigentümer des Gebäudes, das für 138,5 Millionen Euro in öffentlich-privater Partnerschaft mit dem Baukonzern BAM-ID errichtet wurde. Mäzen und SAP-Mitgründer Hasso Plattner steuerte 21,9 Millionen Euro für die Schlossfassade und das Kupferdach bei. Doch bis Ende 2043 zahlt das Land Miete, im Gegenzug sei die BAM-ID für Instandhaltung und Instandsetzung verantwortlich.

Das scheint nun zum Problem zu werden: Die BAM-ID sei aufgefordert, alsbald einen öffentlich bestellten Gutachter mit der Anfertigung eines umfassenden Gutachtens zu beauftragen, hieß es aus der Landtagsverwaltung. Vorschläge für die Beauftragung eines solchen Gutachters sollen der Landtagsverwaltung bis Ende Oktober unterbreitet werden. Der Konzern ließ eine PNN-Anfrage zum Zeitplan für die Begutachtung und die Reparatur bis Freitag unbeantwortet. mar

Mehr lesen? Hier die PNN gratis testen.