• Sankt Oberholz Babelsberg: Noch kein Öffnungstermin für Coworking-Space in alter Post

Sankt Oberholz Babelsberg : Noch kein Öffnungstermin für Coworking-Space in alter Post

Im Juni 2020 sollte das neue Coworking-Space mit öffentlichem Café in Babelsberg öffnen - doch noch ist es geschlossen. Die Büros für kleine Teams werden aber schon vermietet. 

Während die kleinen Räume im hinteren, blauen Gebäude schon vermietet sind, ist der vordere Teil noch geschlossen.
Während die kleinen Räume im hinteren, blauen Gebäude schon vermietet sind, ist der vordere Teil noch geschlossen.Foto: Ottmar Winter

Babelsberg - Die Kette der Verzögerungen beim geplanten Coworking-Space Sankt Oberholz in Babelsberg geht weiter. Noch immer steht kein Öffnungsdatum für den öffentlichen Arbeitsbereich mit Café in der ehemaligen Post fest – mehr als ein Jahr nach dem ursprünglich angesetzten Termin. Immerhin: Die kleineren Büros im hinteren Teil des Gebäudes werden bereits seit einigen Monaten vermietet und genutzt.

„Etwa die Hälfte der Teamoffices ist derzeit vermietet, das Interesse ist da“, sagte Oberholz-Sprecherin Nora Durstewitz auf Anfrage. Online werden derzeit Büros zwischen 15 und 30 Quadratmetern mit je sechs bis zwölf Arbeitsplätzen angeboten. Die Preise liegen zwischen 1500 und mehr als 3000 Euro monatlicher Warmmiete, Kaffee inclusive. „Für viele Nutzer sind das keine fixen Büros, sondern eher kurzfristige Mietverträge in dieser unsicheren Periode. Wir sind am Puls der Zeit“, findet Durstewitz.

Lieferverzögerungen und langwierige Genehmigung

Das Herzstück aber des Projekts, ein hippes Coworking-Space mit öffentlich zugänglichem Café in der ehemaligen Schalterhalle der 2018 geschlossenen Post, ist weiterhin zu. Als Öffnungstermin war ursprünglich Juni 2020 angesetzt. Erst standen noch Genehmigungen vom Bauamt für das restaurierte und umgebaute Gebäude aus. Dann habe es durch die Pandemie Lieferverzögerungen bei Möbeln und anderen notwendigen Teilen der Einrichtung gegeben.

„Während des Lockdowns war es dann natürlich nicht möglich, ein Café zu eröffnen“, beschreibt Durstewitz. Deshalb habe man manche Anschaffungen dafür auch erst einmal auf Eis gelegt und anderswo investiert. Sankt Oberholz, benannt nach dem Gründer Ansgar Oberholz, startete 2005 mit einem ersten Coworking-Café in Berlin. Mittlerweile gehören knapp ein Dutzend Standorte zum Angebot.

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„Das hat sich alles in die Länge gezogen, wir hätten es auch gern anders gehabt“, sagt Sprecherin Durstewitz. Wann die 2018 für das Publikum geschlossene Babelsberger Post nun als Café wieder öffnet, darauf will sie sich aktuell nicht festlegen: „Auf jeden Fall noch dieses Jahr, wahrscheinlich im Herbst.“

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