• Säfte, Salate - aber auch Fleisch: Gesundes Fastfood mitten in Potsdam

Säfte, Salate - aber auch Fleisch : Gesundes Fastfood mitten in Potsdam

In der Brandenburger Straße hat eine Dean & David-Filiale eröffnet. Die Restaurantkette setzt auf regionale Lebensmittel.

Dean & David brauchte vor der Eröffnung der Potsdamer Filiale kaum für sie zu werben.
Dean & David brauchte vor der Eröffnung der Potsdamer Filiale kaum für sie zu werben.Foto: promo

Potsdam - Salate, Bowls, Smoothies – seit November haben Fans von gesundem Fastfood in Potsdam eine neue Adresse. Die erste Filiale der aus München stammenden Kette Dean & David hat in der Brandenburger Straße geöffnet. Auf ihrer Internetseite versprechen die Gründer „Frische, Qualität und Verantwortungsbewusstsein – für gesunde Lebensmittel, hochwertige Zutaten und nachhaltigen Konsum.“ Das Angebot reicht von frischen Salaten über sättigende Bowls bis hin zu Smoothies und Kuchen.

Die Mittagszeit ist an diesem Tag gerade vorüber, nun wird es etwas ruhiger in der Filiale in der Brandenburger Straße 63. Das Geschäft ist hell und freundlich eingerichtet: Holztische, Rattanstühle und geflochtene Pendelleuchten sorgen für eine gemütliche Atmosphäre. Von der Decke hängen Pflanzkästen. Das passt zum Konzept von Dean & David: Die Kette will kein weiterer Fast-Food-Sattmacher sein. „Lass dir Zeit, komm erstmal an, mach es dir gemütlich“, ruft die Bedienung vom Tresen. Hektik herrscht hier nicht, trotzdem stehen die Speisen nach wenigen Minuten auf dem Tisch.

Es gibt auch Fleisch

Dean & David servieren vor allem Salate oder vegane und vegetarische Bowls, also warme und reichhaltige Mahlzeiten in großen Schüsseln. Aber auch Fleischhaltiges, Wraps, Sandwiches und Smoothies stehen auf der Karte. An diesem Mittwochmittag wurden neben den Wraps auch schon zahlreiche Kuchenstücke verzehrt. In der Küche geht es pausenlos weiter: Kistenweise Gemüse und Obst muss geschnippelt werden, denn Salate, Säfte und Smoothies werden direkt nach der Bestellung zubereitet.

„Wir versuchen hier, so viel wie möglich selbst zu machen und frisch vor Ort herzustellen“, sagt der Filialleiter Pierre Müller. Der 32-jährige ist gelernter Einzelhandelskaufmann und hat bereits einige der elf Berliner Dean & David-Filialen mit aufgebaut. Müller, der in Berlin-Rudow wohnt, pendelt täglich und packt im Geschäft überall mit an, wo es etwas zu tun gibt: „Mir liegt die Arbeit im Büro nicht so, viel lieber stehe ich in der Küche oder hinter dem Tresen und kann mit den Kunden sprechen“, sagt er. So wisse er am besten, welche Speisen gut ankommen. Verarbeitet werden weitestgehend regionale Produkte. „Natürlich wäre es zeitsparender und vielleicht auch günstiger, alle Zutaten bereits geschnitten und verpackt liefern zu lassen, aber das entspricht nicht unserem Anspruch an kompromissloser Frische.“

Viel Laufkundschaft

Für die Filiale in der Brandenburger Straße, die übrigens größer ist als viele in Berlin, musste die Kette vor der Eröffnung kaum werben, sagt Müller. Der Standort sei bei Laufkundschaft beliebt. Seit der Eröffnung im November seien viele Gäste spontan gekommen, um sich mit einer frischen Suppe aufzuwärmen. Danach würden manche noch bleiben, um entspannt zu lesen, so Müllers Erfahrung.

Wer will, kann sich das Sortiment auch ins Büro bestellen. Noch ist der Service nicht in der Lieferando-App gelistet, das soll aber bald folgen. Bisher tut es auch ein kurzer Anruf im Geschäft. Derzeit liefert die Filiale in der Innenstadt per Lieferfahrrad aus. „Wir testen das Konzept noch, vielleicht erweitern wir unseren Radius noch“, so Müller. Auch für Feiern kann bei Dean & David bestellt werden. Zwar gilt ein Mindestbestellwert um die 150 Euro, da aber ohnehin jedes Menü an Sonderwünsche angepasst werde, gebe es keine festen Paketpreise. Eine Portion Salat kostet zwischen sieben und 14 Euro. Die Varianten reichen von vegetarisch und vegan wie der bunte Falafel-Tahini-Salat mit geröstetem Brot, Süßkartoffel und roter Beete bis hin zu Varianten mit Riesengarnelen oder Lachs.

Mitarbeiter dürfen Übriggebliebenes mitnehmen

Müllers persönlicher Favorit ist die Avocado-Chicken-Bowl. „Good Life Bowls“ gibt es ab neun Euro. Die bunt belegten Wraps, Flatbreads und Sandwiches für unterwegs kosten ab 3,45 Euro. Wem der Sinn nach Obst steht, kann die frischen Smoothies und Säfte probierenGerade – vielleicht keine schlechte Idee in der Erkältungszeit. Getreu des Firmenmottos dürfen Mitarbeiter Übriggebliebenes mitnehmen. Außerdem ist Dean & David über die Nachhaltigkeits-App „Too Good to Go“ zu finden. Hier können Kunden günstigere Speisen kurz vor Ladenschluss abholen.
 

Dean & David, Brandenburger Straße 63, Mo-Sa 10-20 Uhr, So 12-20 Uhr


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