• Rathaus will Förderung ermöglichen: Mehr Sozialwohnungen am Filmpark

Rathaus will Förderung ermöglichen : Mehr Sozialwohnungen am Filmpark

Damit in der Medienstadt mehr Sozialwohnungen gebaut werden können, will das Rathaus Fördermittel des Landes anzapfen. Künftig soll das noch an viel mehr Gebieten möglich sein.

Ein Luftbild vom Filmpark Babelsberg bis zum Musikerviertel.
Ein Luftbild vom Filmpark Babelsberg bis zum Musikerviertel.Foto: Lutz Hannemann

Potsdam - Beim geplanten Ausbau der Medienstadt rings um den Filmpark soll es nach dem Willen des Rathauses mehr Sozialwohnungen geben. Wie aus einer Vorlage der Stadtverwaltung für die nächste Sitzung der Stadtverordneten hervorgeht, sollen zwei Flächen an der Großbeerenstraße in die sogenannte Fördergebietskulisse des Landes aufgenommen werden. Dann wäre es möglich, das Bauherren dort Fördermittel für sozialen Wohnungsbau in Anspruch nehmen. Das zuständige Landesamt für Bauen und Verkehr habe bereits zugestimmt.

Sozialwohnungen würde es dort auch ohne Fördermittel des Landes geben, allerdings weniger. Da die neuen Wohnungsbauflächen durch eine Änderung des Bebauungsplanes geschaffen werden, ist der Investor nach dem Potsdamer Baulandmodell verpflichtet, ich an den Kosten für die soziale Infrastruktur zu beteiligen und einen Anteil mietpreis- und belegungsgebundener Wohnungen zu stellen. Laut der Berechnung des Rathauses würden so 26 Sozialwohnungen entstehen. Kann der Investor jedoch die günstigen Kredite aus der Wohnungsbauförderung nutzen, sinken die Kosten. Dann könnten zehn Sozialwohnungen mehr gebaut werden.

Rathaus will Flächen erweitern

Außerdem bekräftigt der Beschlussvorschlag das Ziel, das gesamte Stadtgebiet zu Fördergebietskulisse zu erklären. Darüber entscheidet aber das Brandenburger Infrastrukturministerium. Bisher sind große Teile des inneren Stadtgebiets, fast das gesamte Gebiet südlich der Havel, das Bornstedter Feld sowie Eiche und Golm innerhalb des Fördergbiets. Die Flächen in der Medienstadt gehörten nicht dazu, weil sie bisher als Gewerbegebiet festgesetzt waren.

Wie berichtet will Filmparkchef Friedhelm Schatz die Medienstadt erweitern. Einer entsprechenden Änderung des Bebauungsplans hatten die Stadtverordneten Anfang März zugestimmt. Kern des Konzepts ist ein neues Hotel- und Kongresszentrum, das um den Vulkan, in dem die Stuntshow stattfindet, und die Metropolis-Halle herumgebaut wird. Damit soll auch die für Großveranstaltungen gedachte Halle künftig besser ausgelastet werden. Wo bisher nur Parkplätze sind, sollen künftig Wohnhäuser entlang der Großbeerenstraße entstehen. Platz für eine spätere Straßenbahntrasse sei vorhanden. 


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