• "Prozession der toten Bäume": Demonstration von Extinction Rebellion in Potsdam

"Prozession der toten Bäume" : Demonstration von Extinction Rebellion in Potsdam

Die Umweltschutzbewegung Extinction Rebellion hat für Mittwoch einen "Trauermarsch" in Potsdam angekündigt. Damit will die Initiative auf den Zustand des Waldes aufmerksam machen.

Logo der Umweltschutzbewegung Extinction Rebellion.
Logo der Umweltschutzbewegung Extinction Rebellion.Foto: John Macdougall/ AFP

Potsdam - Mit einer „Prozession der toten Bäume“ wollen die Aktivisten von Extinction Rebellion am Mittwoch auf das Baumsterben in Brandenburg aufmerksam machen. Die Umweltschützer treffen sich um 9 Uhr an der Südseite des Potsdamer Hauptbahnhofs und wollen von dort zur Staatskanzlei in der Heinrich-Mann-Allee ziehen. Anlass ist der diesjährige Brandenburger Waldzustandsbericht, der dort um 10 Uhr der Presse vorgestellt wird.

Der „Trauermarsch“ solle die bedrückenden Fakten des Waldzustandsberichts „durch eine emotionale Komponente intensivieren“, heißt es in dem Aufruf. „Durch die künstlerisch-kreative Auseinandersetzung mit dem Baumsterben wollen wir mehr Menschen für das Thema sensibilisieren und zur Partizipation anregen.“ Mit toten Bäumen aus Brandenburg wolle man bildgewaltig die akute Bedrohung der Wälder vor Augen führen. „Schließt euch uns an, tragt schwarze Kleidung und betrauert mit uns den Verlust einer Fichte“, so die Umweltaktivisten.

Schon 2018 hatte der Waldzustandsbericht den Brandenburger Wäldern schwere Schäden attestiert. So gab es etwa einen 15-prozentigen Anstieg der Schäden in den Kronen der Eichen zu beklagen. Grund dafür war vor allem die ungewöhnliche Trockenheit.

Die weltweite Protestbewegung Extinction Rebellion – auf Deutsch etwa Rebellion gegen das Aussterben – ist seit diesem Frühjahr auch in Potsdam aktiv. In Deutschland bekannt wurden die Aktivisten vor allem durch öffentlichkeitswirksame Blockaden in Berlin. Vor einigen Wochen hatte Mitgründer Roger Hallam mit verharmlosenden Äußerungen zum Holocaust für Protest gesorgt. Zahlreiche Extinction-Aktivisten distanzierten sich daraufhin von ihm.


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