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Prozess um Bluttat im Oberlinhaus : Drei Prozesstage aufgehoben

Die geplanten Verhandlungstage am Dienstag und Donnerstag dieser Woche sowie am Dienstag kommender Woche wurden gestrichen. Der Grund ist ein Corona-Verdacht.

Beim Prozessauftakt äußerte sich die angeklagte Ines R. nicht zu der Tat.
Beim Prozessauftakt äußerte sich die angeklagte Ines R. nicht zu der Tat.Foto: AFP

Potsdam - Eigentlich sollte der Mordprozess gegen die ehemalige Pflegekraft des Oberlinhauses Ines R. vor der 1. Großen Strafkammer des Landgerichts Potsdam heute mit der Anhörung mehrerer Ärzte fortgesetzt werden. Doch dieser und die beiden folgenden Gerichtstermine sind ausgesetzt. Die geplanten drei Verhandlungstage am Dienstag und Donnerstag dieser Woche sowie am Dienstag kommender Woche würden aufgehoben, teilte das Gericht am Montag mit. Der Grund: „Verdacht auf Corona bei einem Schöffen“, sagte Gerichtssprecherin Sabine Dießelhorst den PNN. 
Durch die Verzögerung ist unsicher, ob noch in diesem Jahr ein Urteil gefällt werden kann. Ursprünglich waren insgesamt zehn Prozesstage bis zum 9. Dezember angesetzt. Der nächste reguläre Prozesstermin ist am 11. November. 

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Beim Auftakt vor einer Woche hatte die 52-jährige Angeklagte zwar Angaben zu ihrer Person gemacht, über jahrzehntelange psychische Probleme und ihre Arbeitsbelastung gesprochen, sich aber nicht zu den Tatvorwürfen geäußert. Ines R. soll am 28. April fünf schwerstbehinderte Bewohner des Thusnelda-von-Saldern-Hauses in Babelsberg mit einem Messer attackiert haben. Vier von ihnen verbluteten laut vor Gericht vorgetragenem Obduktionsbericht in ihren Pflegebetten, eine Frau überlebte nach einer Notoperation schwerverletzt. 

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