Potsdam : Projekt Porta begrüßt

Stadtverwaltung will zügige Bearbeitung

M. Erbach

Drewitz – Nach Bekanntwerden der geplanten Großinvestition auf der Drewitzer Brache will die Verwaltung dafür sorgen, „dass es so schnell wie möglich losgehen kann“. Das sagte die Baubeigeordnete Elke von Kuick-Frenz gestern den PNN. Auf dem Gelände der stillgelegten Brotfabrik soll ein Einrichtungshaus mit 250 Arbeitsplätzen entstehen. Dafür will die Porta Möbel Handelsgesellschaft mbH & Co. KG aus dem westfälischen Porta Westfalica nach eigenen Angaben 30 Millionen Euro investieren.

Kuick-Frenz begrüßte das Engagement von Porta und nannte das geplante Einrichtungshaus eine „hervorragende Ergänzung“ für den Potsdamer Einzelhandel. Sie geht von einer breiten Zustimmung aus. Jetzt müsse es darum gehen, so schnell wie möglich einen städtebaulichen Vertrag mit Porta zu schließen. Danach müsse der Aufstellungsbeschluss für den B-Plan Nr. 105 „Neuendorfer Straße/Gerlachstraße“ geändert werden. Dieser lässt bislang keine Ansiedlung von großflächigem Handel zu. Wie Kuick-Frenz betonte, seien noch Fragen offen. So müsse es im städtebaulichen Vertrag darum gehen, den Anteil der so genannten Mantelnutzung – zum Beispiel der Verkauf von Vasen oder Bettwäsche – „zu minimieren“. Auch werde die Stadt Wert auf eine „gute städtebauliche und architektonische Lösung“ legen. Ebenso müsse die Stellplatzsituation geprüft werden – Porta will bis zu 700 Parkplätze schaffen. Kuick-Frenz: „Wir brauchen noch mehr Informationen.“

Wie die Beigeordnete betonte, sei das Projekt der Stadtverwaltung schon länger bekannt. Mit Blick auf die Offenlegung der Pläne beim PDS-Rathausreport am Sonntag sagte Kuick-Frenz, sie hätte es besser gefunden, „wenn wir die Prüfung des Projektes erst zu Ende gebracht hätten“. Wie SPD-Fraktionschef Mike Schubert sagte, habe ihm Porta-Mitbegründer Hermann Gärtner sein Bedauern darüber zum Ausdruck gebracht, dass das Projekt in die Öffentlichkeit gelangt sei, ohne dass mit allen politischen Kräften darüber gesprochen worden sei.

Unterdessen macht die PDS Druck. Wie Fraktionschef Hans-Jürgen Scharfenberg gestern sagte, sei für die nächste Stadtverordnetenversammlung ein Antrag eingebracht worden, der die Verwaltung auffordert, das Projekt zügig voranzutreiben. Elke von Kuick-Frenz hat genau dies vor. „Um jedoch eine Baugenehmigung schon in diesem Jahr zu schaffen, müssen sich alle einig sein.“ M. Erbach