• Potsdams Gleichstellungsbeauftragte: Weiter Streit um Wiederwahl von Martina Trauth

Potsdams Gleichstellungsbeauftragte : Weiter Streit um Wiederwahl von Martina Trauth

Die mögliche Wiederwahl von Martina Trauth zur Gleichstellungsbeauftragen kommt nicht überall gut an: Die kommissarische Vorsitzende der Frauen Union hat einige Einwände.

Martina Trauth.
Martina Trauth.Foto: Andreas Klaer

Potsdam – Der Streit um die Wiederwahl der Linken-Politikerin Martina Trauth zur Gleichstellungsbeauftragten geht in die nächste Runde. Nachdem bereits Anfang Mai die Wahl in der Stadtverordnetenversammlung verschoben werden musste, da aus Zeitgründen kein neuer Antrag mehr gestellt werden durfte, kritisiert die kommissarische Vorsitzende der Frauen Union, Alexandra Fürstenberg, nun in einem Schreiben, dass die Stelle erst gar nicht ausgeschrieben wurde. Sie fordert die Fraktionen deshalb dazu auf, bei der Abstimmung am Mittwoch gegen Trauth zu stimmen. 

"Kritische Stimmen" vermisst

Fürstenberg störe sich daran, dass es bei der Wahl der Gleichstellungsbeauftragten, Mariana Siggel, in Potsdam-Mittelmark vergangene Woche ebenfalls keine Ausschreibung gab – dies von den Linken und Grünen aber in dem Fall bemängelt wurde. Die Frauen Union vermisse diese „kritischen Stimmen“ nun bei der Wahl in Potsdam. Sie sieht es kritisch, dass die zur Wiederwahl stehende Trauth seit Oktober 2019 Kreisvorsitzende der Linken in Potsdam ist. Laut Fürstenberg verstehe die Linke etwas anderes unter Gleichstellung als die Frauen Union. Trauths Partei würde bei diesem Thema mit „ideologischen, extremen und überholten Kampfbegriffen“ argumentieren. Es bestehe Gefahr, dass die Rathausposition zu einem „linken Biotop“ ausgebaut werde.

Die Potsdamer Linke weißt die Kritik zurück. Auf PNN-Nachfrage teilte der Kreisvorsitzende Roland Gehrmann mit, dass Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) Trauth vorgeschlagen habe. Er habe den Hauptausschuss über seine Absicht informiert, die Stelle nicht auszuschreiben, weil er mit der Arbeit Trauths zufrieden sei. „Dazu gab es aus den Fraktionen keinen Widerspruch“, so Gehrmann.

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