• Potsdams Bauverwaltung in der Kritik: Petition gegen Radfahrverbot in der Leipziger Straße

Potsdams Bauverwaltung in der Kritik : Petition gegen Radfahrverbot in der Leipziger Straße

Die Kritik am geplanten Radfahrverbot in der Leipziger Straße in Potsdam reißt nicht ab. Nun werden Unterschriften gegen die von der Bauverwaltung geplante Sperrung gesammelt.

Die Leipziger Straße wird für Radfahrer ab Dienstag gesperrt - sie müssen schieben
Die Leipziger Straße wird für Radfahrer ab Dienstag gesperrt - sie müssen schiebenFoto: Andreas Klaer

Potsdam - Gegen das von der Potsdamer Bauverwaltung verhängte Radfahrverbot in der Leipziger Straße wird der Widerstand immer größer. Bereits am Freitagabend veröffentlichten Betroffene auf dem Portal „Openpetition.de“ eine Unterschriftensammlung, bis Sonntagmittag hatten schon mehr als 100 Unterstützer unterzeichnet. Der Kern der Forderung der beiden Potsdamerinnen Katrin Groß-Riemann und Linda Kentner: Die Stadt müsse die ab Dienstag für sieben Wochen geplante Sperrung für den Radverkehr aufheben.

Schüler, Sportler und Familien betroffen

Denn davon betroffen seien viele: Schüler, die das Gymnasium Hermannswerder besuchen, Sportler, die auf der Halbinsel trainieren, Familien mit Kita-Kindern und Anwohner. Für diese sei die Verkehrslage am Leipziger Dreieck durch Dauerstau wegen Bauarbeiten ohnehin schwierig, weswegen das Fahrrad vielfach die einzige Alternative sei, wie die Initiatorinnen deutlich machen. Die vom Rathaus vorgeschlagene Umleitung über den Brauhausberg sei nicht nur länger, sondern besonders für Kinder wegen der unübersichtlichen Verkehrslage gefährlich. 

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Die Stadtverwaltung hatte das Vorgehen bereits gegen Kritik verteidigt: So könne man das Rad auf einer 100 Meter langen Gehweggasse in der Leipziger Straße auch schieben und so durch den Baustellenbereich kommen. Diese Lösung halten die Initiatorinnen nicht nur wegen der dort fehlenden Möglichkeit, in Corona-Zeiten Abstand zu halten, für problematisch. Der Andrang der vielen zu erwarteten Passanten mit Fahrrädern, Anhängern, Kinderwagen und Rollstühlen werde zu neuen Sicherheitsproblemen führen. Daher sollten besser Polizisten oder Ampeln vor Ort den Verkehr regeln oder zwei gegenläufige Gassen gebildet werden, die dann auch befahrbar wären, schlagen die Potsdamerinnen vor.

Die Leipziger Straße am vergangenen Freitag
Die Leipziger Straße am vergangenen FreitagFoto: Andreas Klaer
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