• Potsdamer Tierheim noch zu klein: Die Wege für Fundtiere bleiben lang

Potsdamer Tierheim noch zu klein : Die Wege für Fundtiere bleiben lang

Die Landeshauptstadt hat neue Partner für die Betreuung gefunden. Ab Anfang 2022 kommen Fund- und Verwahrtiere zunächst nach Geltow.

Die aufgefundenen Tiere sollen an neue Besitzer vermittelt werden. (Archivbild)
Die aufgefundenen Tiere sollen an neue Besitzer vermittelt werden. (Archivbild)Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Weil Potsdams neues Tierheim noch zu klein ist, müssen hier aufgegriffene Fundtiere weiter lange Wege gefahren werden. Das ist Ergebnis einer nun beendeten Ausschreibung der Stadtverwaltung.

Demnach werden sogenannte Fund- und Verwahrtiere ab Anfang 2022 zunächst für 24 Stunden in Geltow in den Räumlichkeiten des dortigen Tierschutzvereins T.I.E.R.E. e.V. untergebracht, erklärte eine Stadtsprecherin jetzt auf PNN-Anfrage. Danach werden zum Beispiel Hunde oder Katzen nach Potsdam-Mittelmark in das Heim des Vereins Tierisch Belzig e.V. nach Bad Belzig sowie bei Bedarf ins Tierheim der Tierrettung Potsdam e.V. nach Medewitz bei Wiesenburg transportiert und dort beherbergt. 

Das Tierheim in Zossen – langjähriger Partner der Stadtverwaltung für die kommunale Pflichtaufgabe – ist damit nur noch bis Ende des Jahres zuständig. Der Fahrtweg von Potsdam in die neuen Standorte bleibt mit mehr als 40 Kilometern jeweils ähnlich wie bisher.

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Tiere sollen an neue Besitzer vermittelt werden

Laut Ausschreibung erwartet die Stadt von den Vereinen die Aufnahme und Betreuung von kleinen Haus- und Heimtieren, wie Hunde, Katzen, Kleinsäuger, Vögel und Reptilien, die möglichst auch an neue Besitzer vermittelt werden sollen. Es geht um herrenlose Tiere, die in Potsdam gefunden werden – und um Tiere, die zum Beispiel wegen Krankheiten in die Quarantäne müssen. Für den Auftrag habe es zwei Angebote gegeben, hieß es – am Ende gewannen die drei genannten Vereine mit ihrem gemeinsamen Angebot an die Stadtverwaltung.

Nicht zum Zuge kommt so Potsdams neues Tierheim in der Michendorfer Chaussee. Dessen Bauherr, der Tierschutzverein, hatte bereits bestätigt, dass die Anlage noch zu klein ist, um sich um diese Aufgabe und damit regelmäßige Einnahmen bewerben zu können.

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