• Potsdamer Mitmachmuseum: Online-Petition für das Extavium

Potsdamer Mitmachmuseum : Online-Petition für das Extavium

Das Extavium kämpft gegen das Aus: Mehr als 200 Unterstützer haben bereits eine Petition zum Erhalt des Mitmachmuseums unterzeichnet.

Das Extavium in Potsdam. 
Das Extavium in Potsdam. Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Bei einer neuen Online-Petition haben seit dem Wochenende bereits mehr als 200 Unterstützer für die Rettung des Mitmachmuseums Extavium unterschrieben. Gestartet hat die Aktion die wissenschaftliche Leiterin des Hauses, Anna Leetz. Ihre zentrale Forderung: Das Rathaus solle für eine „dauerhafte finanzielle und strukturelle Lösung für den Erhalt“ der Einrichtung finden. Werden 1600 Stimmen erreicht, müssen sich die Stadtverordneten mit dem Thema befassen.

Zwar könne man zwei Drittel der anfallenden Kosten selbst erwirtschaften, so Leetz – aber solch ein Bildungsangebot könne sich eben nicht allein finanzieren. Schon in den vergangenen Jahren sei man von Projektfördermitteln und teilweise ehrenamtlicher Arbeit abhängig gewesen. Doch Letzteres sei bei bis zu 35.000 Besuchern im Jahr nicht mehr tragbar. Daher sei man auf eine Querfinanzierung durch die Stadt Potsdam angewiesen, es gehe um 200.000 Euro pro Jahr. Verwiesen wird auch auf einen auf Anfang 2019 beschlossenen Antrag der Linken und der Grünen, „den Fortbestand des Extaviums zu sichern“ – und zwar über drei Jahre. In der Folge hatten die Stadtverordneten auch eine Nothilfe in Höhe von 200.000 Euro beschlossen, für weiteres Geld aber ein tragfähiges Betriebskonzept zur Bedingung gemacht – was aus Rathaussicht aber immer noch nicht schlüssig und belastbar genug ist. Doch sollte das Geld nicht fließen, so Leetz, „muss das Extavium sein Angebot in und für Potsdam in einigen Monaten beenden“.

Zuletzt hatte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) weitere Gespräche angekündigt, „um gegebenenfalls eine Lösung der förderhemmenden Punkte zu finden“. Auch ein Umzug des Extaviums – jetzt in der Ladenzeile Am Kanal – in die Biosphäre wird geprüft. Die Tropenhalle soll bekanntermaßen gerade zu einem Freizeit- und Wissenschaftscenter entwickelt werden. Allerdings ist die Frage, welchen Platz hier das Extavium finden könnte, hatte zuletzt der Linken-Stadtverordnete Sascha Krämer die Rathausverwaltung gefragt. Die Antwort ließ vieles offen: „Die Diskussionen zur Strategie der mittel- bis langfristigen Nutzung der Biosphäre ist aktuell nicht abgeschlossen.“

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