• Potsdamer Lichtdebakel?: Besucher enttäuscht vom Lichtspektakel

Potsdamer Lichtdebakel? : Besucher enttäuscht vom Lichtspektakel

Viele Potsdamer zeigten sich am Wochenende enttäuscht vom Lichtspektakel. Vor allem in den sozialen Medien hagelte es Kritik. Die Veranstalter zogen ein positives Fazit.

Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Keine Bewegtbilder am Nauener Tor, zu wenig musikalische Untermalung – beim vierten Potsdamer Lichtspektakel am Wochenende blieben offenbar einige Wünsche der Besucher unerfüllt. Rund 30 Stationen in der Potsdamer Innenstadt und der näheren Umgebung waren illuminiert, teilweise mit wechselnden Bildern angestrahlt. Aber vor allem vor dem Nauener Tor in der Friedrich-Ebert-Straße zeigten sich bereits am Freitagabend zur Eröffnung der Lichtershow so manche Schaulustige enttäuscht: Anders als im vergangenen Jahr fehlte dort eine aufwendige Inszenierung.

Dies sei aus Sicherheitsgründen in diesem Jahr nicht gestattet gewesen, teilte Veranstalterin Alice Paul-Lunow am Sonntag auf Nachfrage mit. Die umfangreiche Installation im vergangenen Jahr habe dazu geführt, dass die Straßenbahnen im Bereich vor dem Tor aufgrund der vielen Besucher kaum mehr hatten fahren können, so die Eventmanagerin. Eine Alternative wäre ein Ersatzverkehr gewesen, doch dann wären die Besucher auch deutlich schwieriger in die Innenstadt gelangt.

Dass Nauener Tor nicht im Fokus steht, war bereits länger klar

Dass es in diesem Jahr keine große Show mit Bewegtbildern am Nauener Tor geben würde, war indes schon länger klar. „Wir haben die Genehmigung für das Lichtspektakel einige Tage vor Beginn der Veranstaltung bekommen“, sagte Paul-Lunow. Viele Besucher seien offenbar trotzdem davon ausgegangen, dass es eine ähnlich aufwändige Installation geben werde. Dies habe Paul-Lunow am Freitag selbst vor Ort feststellen müssen. Alternativ zum Nauener Tor sollte das Brandenburger Tor mit einer großen Bilderfolge begeistern. Insgesamt aber äußerten sich viele Besucher, gerade in den sozialen Netzwerken Facebook und Twitter enttäuscht.

Paul-Lunow zog am Sonntag aber ein positives Fazit: „Sehr viele schöne Illuminationen, toller Künstler, gute Stimmung“, fasst sie zusammen. Die Straßen seien voll gewesen und die Hotels ausgebucht.

Man sein bereits mit den Planungen für das nächste Jahr zugange, so die Veranstalterin. Dabei biete sich vor allem das Holländische Viertel an, um Live-Inszenierungen auszubauen und eine noch größere Bandbreite an Licht-Künstlern nach Potsdam zu holen. Perspektivisch könne sie sich zudem vorstellen, noch deutlich mehr Gebäude anstrahlen zu lassen und die Zahl der Standorte auf etwa 50 zu erhöhen.