• Potsdamer Innenstadt: „Bittschriftenlinde“ zurückgekehrt

Potsdamer Innenstadt : „Bittschriftenlinde“ zurückgekehrt

2008 wurde sie für die umfangreichen Bauarbeiten rund um den Alten Markt ins Exil geschickt. Heute wurde die sogenannte "Bittschriftenlinde" wieder an ihre angestammte Stelle gepflanzt.

Georg-Stefan Russew
Sie ist zurück. Die sogenannte Bittschriftenlinde aus Potsdam steht wieder an ihrer angestammten Stelle neben dem Stadtschloss.
Sie ist zurück. Die sogenannte Bittschriftenlinde aus Potsdam steht wieder an ihrer angestammten Stelle neben dem Stadtschloss.Foto: dpa

Potsdam  - Nach dem Stadtschloss ist eine andere alte Institution in Potsdams Mitte zurückgekehrt: Eine Nachzüchtung der weltberühmten „Bittschriftenlinde“ wurde an historischer Stelle am Otto-Braun-Platz am heutigen Landtagsgebäude angepflanzt, wie der Sanierungsträger Potsdam mitteilte.

Original Potsdamer Bittschriftenlinde wurde 1949 gefällt

Zu Zeiten des Preußenkönigs Friedrich II. war der Baum weithin bekannt, weil hier Bitten seiner Untertanen gesammelt wurden. Der Baum stand unterhalb von Friedrichs Arbeitszimmer am Potsdamer Stadtschloss. Die alte Linde überdauerte Könige und Kriege, erst 1949 wurde sie gefällt. Eine zur 1000-Jahr-Feier Potsdams 1993 neugepflanzte zweite Bittschriftenlinde musste 2008 aufgrund von Bauarbeiten am Landtagsgrundstück in eine Baumschule umziehen.

„Heute entscheidet nicht der König nach eigenem Gutdünken über die Wünsche und Beschwerden von Untertanen. Die Petition ist ein direkter Draht zwischen Bürgern und dem Parlament“, erklärte Landtagspräsidentin Britta Stark.


Mehr lesen? Jetzt E-Paper gratis testen!