• POTSDAM & SANSIBAR: Von Tidenständen und Solarpaneelen

POTSDAM & SANSIBAR : Von Tidenständen und Solarpaneelen

Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD) ist am Samstag mit einer Delegation aus Vertretern der Stadtverwaltung, der Wirtschaftsförderung, des Klinikums „Ernst von Bergmann“ und der Industrie- und Handelskammer Potsdam nach Sansibar aufgebrochen. In der Inselhauptstadt Sansibar Town soll er eine Deklaration zur Klimapartnerschaft unterzeichnen. Die PNN haben Teilnehmer der Reise gebeten, ihre Erlebnisse und Erkenntnisse zu schildern. Heute: Cordine Lippert von der Koordinierungsstelle Klimaschutz.

Was war das Ereignis des Tages?

Sehr interessant war heute das Meeting im Office des Vizepräsidenten. Da er selbst verhindert war, wurden wir von Fauzia M. Haji, Direktorin für Planungspolitik und Forschung, und Sheha M. Juma, Direktor der Umweltabteilung, empfangen. Sie beschrieben uns sehr eindringlich die Probleme der Insel mit dem Klimawandel, wie zum Beispiel stärkere Stürme, mehr Überflutungen, höhere Tidenstände und höhere Temperaturen. Dies führt zu sehr erheblichen Beeinträchtigungen der Landwirtschaft und des Tourismus, den zwei wichtigsten Einkommensquellen der Insel.

Was war der beeindruckendste Ort?

Alle Delegationsmitglieder waren sehr bewegt von den Besuchen dreier kleinerer Solarprojekte, die in der Dimension und Wirkung dramatisch von den in Deutschland üblichen Anlagen abweichen. Ein kleines Solarpaneel auf dem Dach kann hier schon die Hälfte des Familieneinkommens sichern, indem die Handys der Nachbarn aufgeladen werden.

Was war die Erkenntnis des Tages?

Vielversprechend war zu erleben, dass die State University of Zanzibar (SUZA), die Klimastrategie für die Regionalregierung der Insel entwickelt hat. Diese enthält eine Prioritätenliste für Entscheidungsträger und unser Projekt fügt sich dort passgenau ein.