• Potsdam: Stadt warnt vor Störungen der Bombenentschärfung

Potsdam : Stadt warnt vor Störungen der Bombenentschärfung

Die Stadt ruft vor der geplanten Bombenentschärfung am Donnerstag erneut dazu auf, den Sperrkreis bis spätestens 8 Uhr morgens zu verlassen. Jede Störung werde zur Anzeige gebracht. 

Foto: Patrick Seeger/dpa

Potsdam - Vor der geplanten Entschärfung einer Fliegerbombe am Donnerstag appelliert die Stadtverwaltung, den Sperrkreis rund um das ehemalige Tramdepot bis 8 Uhr zu verlassen. Angesichts von Verzögerungen durch Passanten oder Anwohner in der Vergangenheit habe man sich entschlossen, jede Störung bei der Evakuierung und Entschärfung anzuzeigen oder selbst Bußgeldverfahren einzuleiten, betonte ein Stadtsprecher am Mittwoch. „Die Störer gefährden nicht nur sich selbst, sondern auch die Arbeit des Sprengmeisters.“ Man könne bis zu 5000 Euro Bußgeld verhängen. 
Am Montag war der 250 Kilogramm schwerer Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden – erst Anfang August hatte man fast an der gleichen Stelle eine Weltkriegsbombe entschärfen müssen. Für Donnerstag hat die Stadt einen Sperrkreis von rund 800 Metern festgelegt, in dem sich unter anderem das Viertel Am Brunnen, die Kolonie Daheim, die Staatskanzlei, die Bundespolizei, zwei Pflegeheime, das Humboldt-Gymnasium und zwei Kitas befinden. Für die Absicherung des Sperrkreises kommen etwa 300 Helfer zum Einsatz.

Foto: Friedrich Bungert/dpa

Züge und Trams fahren nur eingeschränkt
 

Einschränkungen gibt es auch bei Straßenbahnen und Bussen sowie im S-Bahn- und Regionalverkehr. Die Deutsche Bahn teilte mit, ab 9 Uhr würden keine Züge zwischen dem Hauptbahnhof und Griebnitzsee verkehren. Die Züge der Linie RE1 sollen zwischen Berlin-Charlottenburg und Werder (Havel) über Golm als Zusatzhalt umgeleitet werden. Dort bestehe Anschluss zu den Zügen RB21 und 22. Die Haltepunkte in Berlin-Wannsee, Potsdam-Hauptbahnhof, Potsdam-Charlottenhof und Potsdam-Park Sanssouci entfallen. Allerdings liege der Hauptbahnhof selbst nicht im Sperrkreis. Man gehe von einem Ende der Behinderungen gegen 13.30 Uhr aus, hieß es von der Bahn. Fahrgäste würden gebeten, auch die S-Bahn zwischen Berlin-Charlottenburg und Potsdam-Babelsberg zu nutzen. Ein Ersatzverkehr mit Bussen wird nicht eingerichtet.
Betroffen sind auch die Straßenbahnlinien 91, 92, 93, 96 und 98 vom Hauptbahnhof in Richtung Süden sowie die Buslinien 690, X1, 601, 611, 619 und 750. Ab 8 Uhr fahren diese Linien vom Hauptbahnhof durch bis zum nächsten Haltepunkt außerhalb des Sperrkreises. Sobald der Sperrkreis gesichert ist, wird der Verkehr auf diesen Linien ganz unterbrochen.

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