• Potsdam HEUTE, Montag, 19. April 2021: Brandenburgs Corona-Notbremse, Potsdamer Baerbock-Festspiele, neue Ausflugsserie

Potsdam HEUTE, Montag, 19. April 2021 : Brandenburgs Corona-Notbremse, Potsdamer Baerbock-Festspiele, neue Ausflugsserie

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Der PNN-Newsletter - heute von Sabine Schicketanz.
Der PNN-Newsletter - heute von Sabine Schicketanz.Grafik: TSP

Guten Morgen,

Brandenburg wartet nicht mehr. Brandenburg handelt. Ab heute gelten in der Mark strengere Corona-Regeln, auch eine Ausgangsbeschränkung (22 bis 5 Uhr, und ja, nachts Joggen ist nicht erlaubt). Während die Bundesnotbremse weiter auf sich warten lässt, einige Ministerpräsidenten immer noch von Öffnungen reden, die Inzidenzen aber steigen und steigen und sich die Lage auf den Intensivstationen vieler Krankenhäuser verschärft, hat die rot-schwarz-grüne Landesregierung in Potsdam jetzt selbst zur Notbremse gegriffen. Das ist überfällig und absolut richtig. Was auch immer die brandenburgischen Koalitionäre derart aufgerüttelt hat - am Samstagnachmittag bei der Pressekonferenz präsentierten sich Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) und seine Vize Ursula Nonnemacher (Grüne) und Michael Stübgen (CDU) wie verwandelt. Die einstigen Tricksereien mit dem 100er-Grenzwert und die Zuschauer-Politik im Umgang mit den Corona-Hotspots im Süden des Landes? Passé, zumindest für den Moment.

Die wichtigste Festlegung in Brandenburgs Notbremse: Für Kitas und Schulen gibt es jetzt landesweit klare Regeln. Ab Inzidenz 200 wird geschlossen, Notbetreuung ausgenommen. So hart das ist, es muss sein (besser schon bei Inzidenz 100). Wegen der Mutationen, vor allem B.1.1.7, die Kinder aus Kita und Schule mit nach Hause bringen, sind immer öfter ganze Familien infiziert, die Intensivstationen füllen sich mit Menschen zwischen 40 und 60 Jahren, wie Gesundheitsministerin Nonnemacher sagte.

Umstritten bleibt die Präsenzpflicht für Schülerinnen und Schüler, die ab heute wieder gilt - in Kombination mit der Testpflicht. Ohne negativen Selbsttest, zweimal pro Woche zuhause gemacht, ist das Betreten der Schule verboten. Das allerdings reicht einigen Eltern und Experten nicht, um Schulen als sichere Orte zu sehen. Sie fordern, wie Potsdams Awo-Chefin Angela Schweers, die Präsenzpflicht weiter auszusetzen. Nach den jüngsten Aussagen von Virologe Christian Drosten zur Verlässlichkeit der Schnelltests - Zitat: "Die Schnelltests schlagen erst am Tag eins nach Symptom-Beginn an, da ist man aber schon drei Tage lang infektiös" - kein Wunder. Drosten betonte allerdings auch, dass der Schnelltest-Einsatz in Schulen trotzdem gerechtfertigt sei, wenn die Schülerinnen und Schüler mindestens zweimal in der Woche getestet werden. "Selbst wenn bei einer Testung nicht alle Infektionen entdeckt werden, bei der nächsten Testung nach zwei oder drei Tagen werden die Infektionen dann nachgewiesen (...)", meint der Virologe (Quelle: NDR).

Haben Sie gestern eine Kerze ins Fenster gestellt, um an die Corona-Toten zu erinnern? Mehr als 80.000 Menschen sind in Deutschland seit Beginn der Pandemie an und mit Corona gestorben. In Potsdam sind bis heute 234 Corona-Tote zu beklagen. Über zwei von ihnen können Sie hier lesen: Günther Herrmann und Dorothea Neuwirth. Das staatliche Gedenken und die Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Sonntag im Konzerthaus am Berliner Gendarmenmarkt kommentiert hier Tagesspiegel-Herausgeber Stephan-Andreas Casdorff. Und in Berlin sprach unser Tagesspiegel-Kollege Joachim Huber eindringlich über seine Covid-19-Erkrankung, die er nur knapp überlebte. Doch auch das Gedenken blieb nicht unwidersprochen: Unter dem Hashtag #einkerzen haben Kritiker mit zuhauf abgelegten Kerzen und Teelichtern vor Rathäusern und Staatskanzleien protestiert - auch in Potsdam in der Heinrich-Mann-Allee. Die Politik sei für die vielen Toten mitverantwortlich, finden die Protestierenden. Ihr Motto: "Zündet die Kerzen doch selber an!"

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  • Weg für Studentenwohnheim in Potsdamer Mitte frei
  • Kaiserin Auguste Victoria, eine reaktionäre Stilikone
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