• Potsdam HEUTE, Mittwoch, 23. September 2020: Spendenkampagne mit Günther Jauch, Griebnitzsee-Film von Volker Schlöndorff, Doku über Katarina Witt

Potsdam HEUTE, Mittwoch, 23. September 2020 : Spendenkampagne mit Günther Jauch, Griebnitzsee-Film von Volker Schlöndorff, Doku über Katarina Witt

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Der PNN-Newsletter - heute von Marion Kaufmann.
Der PNN-Newsletter - heute von Marion Kaufmann.Foto: Sebastian Gabsch PNN

Guten Morgen,

Sie haben Post! Ich betone das ausdrücklich, nicht dass Sie denken, der Newsletter wäre vielleicht gar nicht angekommen, obwohl Sie ihn gerade lesen. Es passieren nämlich die merkwürdigsten Dinge beim Versand, man glaubt es kaum. So geschehen im Streit um die Suspendierung der Leiterin der Potsdamer Voltaireschule. Vergangene Woche Dienstag verschickten 50 Lehrer der Schule einen Brief an das staatliche Schulamt mit der Forderung, die Rektorin wieder einzusetzen. Per Einschreiben. Und zur Sicherheit ging das Ganze auch noch als Mail raus. 

Das Schulamt sagt auf PNN-Anfrage, Stand Freitag: nix angekommen. Mysteriös! Da muss es zwischen Potsdam und Brandenburg/Havel wohl ein Bermudadreieck geben, in dem Briefe einfach so verschwinden. Denn wir haben das Schreiben ohne Probleme zugestellt bekommen. In diesem besonderen Fall lüfte ich das Briefgeheimnis und helfe gerne: Sie können hier nachlesen, was die Lehrer geschrieben haben. Das Schulamt natürlich auch, denn man mag sich das gar nicht vorstellen, wie die armen Mitarbeiter nun jeden Morgen vor der Tür stehen, sehnsüchtig auf den Briefträger warten und dabei die Beatles singen: "Mr. Postman, look and see, is there a letter in your bag for me?" Und jetzt alle!

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Worüber spricht Potsdam heute?

Günther Jauch ist einer der Großspender für das Projekt.  
Günther Jauch ist einer der Großspender für das Projekt.  Foto: Ottmar Winter

Jauch und die Rettung der Friedenskirche  Was in Potsdam auch sehr gut ankommt, ist die geplante Rettung des Turms der Friedenskirche. Denn die Schäden im Innern des Gebäudes sind immens. Die ganze Statik ist gefährdet. Am Dienstag startete die Schlösserstiftung gemeinsam mit der Deutschen Stiftung Denkmalschutz und dem Bauverein der Friedenskirchgemeinde eine deutschlandweite Spendenaktion zur Rettung des Campanile, des frei stehenden Turms der Kirche. 4,3 Millionen Euro sind insgesamt nötig. Dass davon „nur“ noch rund 500.000 Euro fehlen, ist Mäzenen zu verdanken. 

Eine Million Euro steuerte die Hamburger Hermann Reemtsma Stiftung bei. Ebenso viel spendete der Moderator Günther Jauch. Denn ein bisschen ist die Friedenskirche Schuld daran, dass sich Jauch in Potsdam verliebte. Sein erster Besuch am 24. Dezember 1989 galt Schloss Sanssouci – und der Friedenskirche. Er habe damals zu seiner Frau gesagt: „Hier würde ich gerne wohnen. Machste mit?“ Wie man bei der Rettung des Campanile mitmachen kann, hat mein Kollege Peer Straube aufgeschrieben.

Was muss ich für heute wissen?

Das geplante Innovations- und Digitalzentrum in Potsdam.
Das geplante Innovations- und Digitalzentrum in Potsdam.Foto: promo

Das Corona-Update
Die Zahl der Corona-Neuinfizierten in Brandenburg ist innerhalb eines Tages wieder stärker gestiegen. Das Gesundheitsministerium berichtete am Dienstag von 23 neuen Fällen. Damit ist das Virus seit März bei 4146 Menschen nachgewiesen worden. Als aktiv erkrankt gelten derzeit 184 Personen. Insgesamt sei die Lage in Brandenburg stabil, so Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne)Das Land kündigte deshalb am Dienstag an, ab sofort mehr Zuschauer bei Sport-Großveranstaltungen zuzulassen. In großen Stadien und Hallen sind wieder mehr als 1000 Fans erlaubt seien. Das gelte allerdings zunächst ausschließlich für Sportveranstaltungen, nicht für kulturelle Events, so Nonnemacher. Bei einer Kapazität von mindestens 5000 Plätzen darf höchstens ein Fünftel belegt werden. Zudem muss ein strenges Hygienekonzept vorliegen.  

Im Potsdamer Rathaus gibt es den ersten Corona-Fall. Die Geschäftsführerin der AfD-Fraktion ist positiv getestet worden, wie Fraktionschef Chaled-Uwe Said am Dienstagabend den PNN bestätigte. Die infizierte Mitarbeiterin habe sich möglicherweise im Bundestag angesteckt.  Auch dort gibt es einen Corona-Fall in der AfD-Fraktion, ebenso im Brandenburger Landtag. Das Potsdamer Gesundheitsamt vermeldete am Dienstag insgesamt zwei Corona-Neuinfektionen in der Stadt. Die Zahl der Menschen, die sich seit Beginn der Pandemie in Potsdam infiziert haben, steigt damit auf 738, davon gelten 654 Personen inzwischen als genesen.  

Über die aktuellen Entwicklungen in der Coronakrise in Potsdam und Brandenburg informieren wir Sie weiterhin in unserem Newsblog.

 Beschluss für das RAW-Digitalzentrum
Seit August hatten die Potsdamer Stadtverordneten im Bauausschuss um den Beschluss für das geplante Digitalzentrum an der maroden RAW-Halle in der Friedrich-Engels-Straße gerungen. Im dritten Anlauf fasste das Gremium am Dienstag nun den Auslegungsbeschluss für den nötigen Bebauungsplan. Für das Großprojekt stimmten Vertreter von SPD, Linken, CDU und Grünen. Grünen-Fraktionschefin Saskia Hüneke enthielt sich, die Fraktion Die Andere votierte dagegen. Wie es nun weitergeht, lesen Sie ausführlich hier.

Fester Zaun gegen die Schweinepest
Brandenburg hat einen festen Zaun gegen die Afrikanische Schweinepest an der Grenze zu Polen angekündigt. „Wir werden das jetzt bauen“, sagte Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Dienstag in Potsdam. Es geht zunächst um einen Zaun im Bereich des Kreises Spree-Neiße Richtung Sachsen. Die Ministerin kündigte nach Kritik auch eine neue technische Einsatzleitung an. Damit soll die Zusammenarbeit von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Polizei, Veterinären und Verbänden verbessert werden. Das Bundesagrarministerium hatte ein koordiniertes Vorgehen im Kampf gegen die Schweinepest gefordert. „Wir haben die Erwartung an Brandenburg, dafür Sorge zu tragen, dass die zuständigen Vor-Ort-Behörden abgestimmt und einheitlich vorgehen“, sagte Staatssekretärin Beate Kasch am Dienstag nach dem Besuch einer Sitzung des Zentralen Krisenstabs in Potsdam. In Brandenburg ist die Tierseuche inzwischen bei 20 toten Wildschweinen nachgewiesen. Wie der Einsatz von Spürhunden zum Auffinden von Wildschweinkadavern bislang gelaufen ist, lesen Sie hier.

Trauer um Joachim Kunert
Sein Film „Die Abenteuer des Werner Holt“ über die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs zog 1965 ein Millionenpublikum in die Kinos, nun ist der Defa-Regisseur Joachim Kunert gestorben. Wie seine Familie mitteilte, starb Kunert am Freitag, wenige Tage vor seinem 91. Geburtstag in Potsdam, wo er vor einigen Jahren seine Altersresidenz bezogen hatte.

Was soll ich heute lesen?

Der Potsdamer Regisseur Volker Schlöndorff.
Der Potsdamer Regisseur Volker Schlöndorff.Foto: Ottmar Winter

Ein Filmplädoyer für den freien Uferweg
Nur vier Minuten dauert der Film von Volker Schlöndorff über den Uferweg am Griebnitzsee, der täglich zur Einheitsfeier auf einem großen LED-Bildschirm neben dem Filmmuseum zu sehen ist. Vier Minuten, in denen die Botschaft sofort klar wird: Der Oscar-Regisseur, der selbst seit 27 Jahren am Griebnitzsee lebt, plädiert für einen freien Uferweg.  "Ich hätte da nicht leben wollen", sagt Schlöndorff im Interview mit meinem Kollegen Carsten Holm über die Zeit, als die Mauer noch stand. Man dürfe nicht vergessen, wie es war. Warum der Film von der Nationalhymne unterlegt ist, warum Schlöndorff als alter Linker CDU-Kanzlerin Angela Merkel unterstützte und an welchem Projekt er gerade arbeitet, lesen Sie in dem ausführlichen Interview.

Welche Termine sind heute wichtig?

Blick auf die Tesla-Baustelle in Grünheide.
Blick auf die Tesla-Baustelle in Grünheide.Foto: ZB

Spitzenforschung aus Brandenburg: Forschungsministerin Manja Schüle (SPD) stellt um 9 Uhr am Alten Markt die Cubus-Installation „Internationale Spitzenforschung aus Brandenburg“ vor. Der Cubus ermöglicht Einblicke in die Forschung des Teltower Instituts für Biomaterialforschung des Helmholtz-Zentrums Geesthacht. Der Betrachter kann mit Hilfe von 360-Grad-Filmen die Labore besichtigen. Der Cubus ist Teil der Jubiläumsausstellung zum Tag der Deutschen Einheit - die nicht nur wegen ihrer Exponate für Furore sorgt. Die Installation von Kameras für die Einheits-Expo ruft Kritiker auf den Plan. Wie die Staatskanzlei ihr Vorgehen verteidigt, lesen Sie hier

Landtagsmarathon mit Maske: Der Brandenburger Landtag startet um 10 Uhr in seinen dreitägigen Sitzungsmarathon - mit Maske, Landtagspräsidentin Ulrike Liedtke hat die angekündigte Maskenpflicht im Parlament nach einem Corona-Fall in der AfD-Fraktion durchgesetzt. Heute soll auch über die Einsetzung eines Ausschusses zur „Untersuchung der Krisenpolitik der Landesregierung im Zusammenhang mit dem Coronavirus“ abgestimmt werden. Der Antrag kommt ausgerechnet von der AfD-Fraktion. Auch über der vom Rechnungshof kritisierten Landeshaushalt 2021 mit neuen Milliardenschulden wird im Plenum debattiert. Die Sitzung kann im Livestream verfolgt werden. 

Tesla-Marathon: Zeitgleich um 10 Uhr startet in der Stadthalle in Erkner ein anderer Dauerlauf: Die öffentliche Anhörung von Einwänden gegen die geplante Elektroauto-Fabrik von Tesla in Grünheide (Oder-Spree). Bisher gingen mehr als 370 Einwände gegen das Projekt beim Land ein. Der erste Termin zur Erörterung von Kritik war wegen der Corona-Pandemie verschoben worden. Mein Kollege Thorsten Metzner wird aus Erkner berichten.

Sonderausstellung: Die Direktorin des Potsdam Museums, Jutta Götzmann, und der Fotograf Frank Gaudlitz stellen um 11 Uhr im Potsdam Museum am Alten Markt die Sonderausstellung „Ost.Süd. Frank Gaudlitz. Fotografien 1986-2020“ vor. Für Besucher öffnet die Schau am 25. September.

Unterschriftenübergabe: Der Stahnsdorfer Roland Skalla hatte im April 2019 die Online-Petition gestartet. Bisher haben 10 500 Brandenburger unterschrieben. Heute um 13 Uhr nun werden die Unterschriften für die sofortige Abschaffung der Erschließungsbeiträge beim kommunalen Straßenbau vor dem Landtag an die Abgeordnete Carla Kniestedt (Grüne) übergeben. 

Top 20: Der Potsdamer Hauptausschuss tagt ab 17 Uhr im Plenarsaal des Rathauses. Auf der Tagesordnung stehen unter anderem die Top 20-Liste der Vorschläge zum Bürgerhaushalt und im nichtöffentlichen Teil die Benennung eines Antikorruptionsbeauftragten.

Was könnte ich heute unternehmen?

Das Bild zeigt die Schriftstellerin Zsuzsa Bánk.
Das Bild zeigt die Schriftstellerin Zsuzsa Bánk.Foto: Gany Gerster

Tage des Abschiednehmens
Seinen letzten Sommer verbringt der Vater am Balaton in Ungarn, der alten Heimat. Noch einmal sitzt er im Garten unter der Akazie, noch einmal steigt er zum Schwimmen in den See. Aber die Rückreise erfolgt in Rettungshubschrauber und Krankenwagen in eine Klinik in Frankfurt am Main, wo man nichts mehr gegen den Krebs tun kann. In ihrem neuen Roman „Sterben im Sommer“ schildert die Schriftstellerin Zsuzsa Bánk, deren Eltern 1956 aus Ungarn nach Deutschland flohen, wie sie sich in den heißesten Tagen des Sommers ans Krankenbett ihres Vaters setzt. Mit Dankbarkeit erinnert sie sich an die gemeinsamen Jahre, mit Verzweiflung denkt sie an das Kommende. Was geht verloren, was kann gerettet werden – und was ist zu tun?
Lesung um 20 Uhr in der Waschhaus Arena, Schiffbauergasse, 10 Euro kosten die Karten.

Orgelsommerfinale
Mit Barockmusik und Werken moderner Komponisten endet der Potsdamer Orgelsommer. Zu Gast ist heute der polnische Organist Roman Perucki aus Danzig, Professor für Orgel an der Danziger Musikakademie, Organist am Dom sowie internationaler Konzertorganist. In Potsdams Nikolaikirche spielt er „Tu es Petrus“ von Henri Mulet (1878-1967), Johann Sebastian Bachs Präludium und Fuge c-Moll, Musik der frühen Barockmeister Gronau und Muffat, das berühmte „Carillion de Westminster“ von Louis Vierne (1870-1937) sowie Werke polnischer Komponisten: Variationen über das Kirchenlied „Swiety Boze“ von Mieczyslaw Surzynski (1866-1924) und die Marienpräludien „Preludia Maryjne“ von Juliusz Luciuk (*1927).
19.30 Uhr in der Nikolaikirche Am Alten Markt, Karten kosten 10 Euro, für Schüler und Studenten ist der Eintritt frei.

Empfehlungen heute von Steffi Pyanoe.

Was kann ich heute Gutes tun?

Das Cartoonmuseum in Luckau steht vor dem Aus.
Das Cartoonmuseum in Luckau steht vor dem Aus.Foto: Cartoonlobby

Das Cartoonmuseum retten
In Brandenburg ist bald Schluss mit lustig. Außer Sie unterschreiben eine Petition für die Rettung des Cartoonmuseums in Luckau (Dahme-Spreewald), denn am 1. November enden dort die Aktivitäten. Das Museum sucht dringend ein neues und bezahlbares zu Hause in Potsdam, Berlin oder Umgebung. Der bundesweite Verband von Zeichnerinnen und Zeichnern - Cartoonlobby e.V. - wendet sich mit einer Petition an die Kulturpolitiker des Bundestages, um das Ende seines privat betriebenen Museums zu verhindern und die Unterstützung seiner „Stiftung Museen für Humor und Satire“ einzufordern. Zu den Erstunterzeichnern der Petition zählen namhafte Karikaturisten und Cartoonisten wie Klaus Stuttmann, Reiner Schwalme, Peter Butschkow, Harald Kretzschmar, Kriki, Rainer Schade, Karl-Heinz Schoenfeld, Heiko Sakurai, HOGLI, Cleo-Petra Kurze, Rainer Hachfeld, BURKH, Andreas J. Mueller und Petra Kaster. 

Nun sind auch alle Freunde von Karikatur und Cartoon aufgerufen, durch ihre Unterschrift zum "Erhalt eines Forums der Komischen Künste in der Hauptstadtregion" beizutragen, wie es in einer Mitteilung heißt. Das Cartoonmuseum verabschiedet sich derzeit mit einer letzten Ausstellung im Rahmen von Kulturland Brandenburg 2020 unter dem Titel „Friede, Freude.... Eierkuchen? Karikaturen zum Kalten Krieg & fragilem Frieden von 1945 bis heute". Damit am Ende wirklich Friede, Freude, Eierkuchen herrscht, können Sie jetzt ernst machen und die Petition hier unterstützen

Wetter und Verkehr

Wetter

Heiter und überwiegend trocken soll es am Mittwoch werden. Ab Nachmittag sind jedoch einzelne Schauer nicht ausgeschlossen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet mit spätsommerlichen Höchsttemperaturen zwischen 25 und 28 Grad.

Verkehr
Die Lage rund um das Leipziger Dreieck bleibt angespannt: In der stadteinwärtigen Heinrich-Mann-Allee stehen ab heute nur noch zwei statt drei Fahrspuren zur Verfügung, daher besteht Staugefahr. Das Rechtsabbiegen in die Friedrich-Engels-Straße aus der südlichen Heinrich-Mann-Allee bleibt verboten. Und: In der Friedrich-Engels-Straße selbst steht weiterhin nur eine Fahrspur je Richtung zur Verfügung. Tagesaktuelle Stauinfos gibt es hier

Person des Tages

Katarina Witt

Katarina Witt holte 1984 und 1988 Olympia-Gold.
Katarina Witt holte 1984 und 1988 Olympia-Gold.Foto: Andreas Klaer


Vor einem knapp Jahr, anlässlich der Eröffnung ihres Sportstudios "Kurvenstar" in Potsdam, sprach Eiskunstlauf-Legende Katarina Witt im Interview mit PNN-Chefredakteurin Sabine Schicketanz auch über ihre Stasi-Akte. "Das ist für mich wirklich Vergangenheit", sagte sie. "Es hat mich emotional sehr getroffen, dass man mich komplett ausspioniert hat. Bis zu einem gewissen Grad habe ich es verstanden: Man hatte Angst, dass ich gehe oder dass man mich vielleicht klaut. Aber ich war getroffen, dass man mir misstraut hat. Für mich war immer klar: Ich komme nach Hause." 

Die mehr als 3000 Seiten umfassenden Stasi-Akten hat Witt auch für den Dokumentar-Film „Katarina Witt – Weltstar aus der DDR“ geöffnet, der heute bei Arte gezeigt wird. Der Film lebt nicht nur aus Aktenstudium, sondern auch aus realen Szenen wie dieser: Begegnen sich Katarina Witt und der frühere SED-Generalsekretär und Staatsratsvorsitzender der DDR, Egon Krenz. Sagt Krenz: „Ich hab dich immer verfolgt.“ Kurzes Stutzen. „Also, ich meine im Fernsehen.“ Wenn Sie die Doku im Fernsehen verfolgen wollen: Um 22.15 Uhr Arte einschalten.

Wir werden mal weiter verfolgen, wo der Brief der Voltaire-Lehrer abgeblieben ist. Von uns erhalten Sie morgen wieder Post. Dank unseres Newsletterman Peer Straube wird sie sicher gut bei Ihnen ankommen.

Ihre Marion Kaufmann
PNN-Vizechefredakteurin

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