• Potsdam HEUTE, Freitag, 11. März 2022: Ukraine-Geflüchtete in Potsdam, Unterkünfte dringend gesucht, Corona geht in Verlängerung

Potsdam HEUTE, Freitag, 11. März 2022 : Ukraine-Geflüchtete in Potsdam, Unterkünfte dringend gesucht, Corona geht in Verlängerung

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Der PNN-Newsletter - heute von PNN-Chefredakteurin Sabine Schicketanz.
Der PNN-Newsletter - heute von PNN-Chefredakteurin Sabine Schicketanz.Foto: Sebastian Gabsch / Grafik: Tagesspiegel

Guten Morgen,

auf meinem morgendlichen Weg mit dem Fahrrad liegt die Biosphäre. Im Winter, wenn es früh eisig kalt und dunkel ist, schaue ich im Vorbeifahren gern auf das beleuchtete Grün in der Halle, denke an die tropische Wärme drinnen. Gestern Morgen aber dachte ich an die Menschen, deren Flucht vor Putins Krieg gegen die Ukraine einen Zwischenstopp in dieser Tropenhalle gefunden hat. Die dort drinnen eine Nacht auf dem Feldbett zugebracht haben, dicht an dicht mit gut 60 weiteren Menschen, denen von ihrem bisherigen Leben nur ein Koffer, vielleicht auch nur einen Rucksack geblieben ist. Die jetzt in Potsdam in Sicherheit sind, aber so vieles verloren haben. Die Sonne schien über dem Volkspark, durch die großen Fenster der Tropenhalle. Sie brachte ein wenig Wärme, immerhin.

Ein Ende des Kriegs ist nicht in Sicht, immer dramatischer wird die Lage in den von der russischen Armee belagerten Städten. Und immer mehr Menschen fliehen vor der Gewalt. Heute Nachmittag werden in Frankfurt (Oder) Bundesinnenministerin Nancy Faeser und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (beide SPD) erwartet, sie wollen sich an der deutsch-polnischen Grenze über die Flüchtlingslage informieren. Fest steht, dass besonders Berlin schnell mehr Hilfe braucht, die Geflüchteten zu versorgen und unterzubringen - mehr als 18.000 Menschen beherbergt die Bundeshauptstadt bereits, die Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) hofft auf "förderale Solidarität", um nicht den Katastrophenfall ausrufen zu müssen. 

Doch die Bundesregierung wirkt unsortiert, ein festes Verteilsystem für die Flüchtlinge gibt es nicht. Die Lage betrifft Potsdam und Brandenburg ganz direkt: Viele Kriegsflüchtlinge, die Berlin nicht aufnehmen kann, werden hierher kommen. Gestern hat Brandenburg angekündigt, seine Erstaufnahme-Kapazitäten aufzustocken. Mehr Hallen also, und mehr Feldbetten.

Über den Krieg gegen die Ukraine informieren wir Sie rund um die Uhr hier im Newsblog.

Auch im heutigen Newsletter

  • Eine Notlage, die sich zuspitzt: Potsdam sucht nach Unterkünften für Ukraine-Flüchtlinge
  • „Jeden Tag kam der Krieg näher“: Zahnärztin Alina Kusinska über ihre Flucht nach Potsdam
  • Debatte um Garnisonkirche: Oberbürgermeister Schubert hält an seinen Plänen fest
  • Tipps für Unternehmungen
  • ...und jede Menge mehr

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