• Potsdam HEUTE, Donnerstag, 19. August 2021: Brandenburger Bildungsdefizite, neue Synagoge eingeweiht, Hilfe für Flutopfer

Potsdam HEUTE, Donnerstag, 19. August 2021 : Brandenburger Bildungsdefizite, neue Synagoge eingeweiht, Hilfe für Flutopfer

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Der PNN-Newsletter - heute von Marion Kaufmann.
Der PNN-Newsletter - heute von Marion Kaufmann.Grafik: TSP

Guten Morgen,

es ist, mal wieder, kein Ruhmesblatt für Brandenburg. Bei der aktuellen Bildungsstudie der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft ist das Land im bundesweiten Vergleich vom vorvorletzten auf den vorletzten Platz abgerutscht. Spitzenreiter blieb Sachsen vor Bayern. Schwächen sehen die Forscher in Brandenburg insbesondere bei der Digitalisierung: Die Verfügbarkeit von Breitband an den Schulen sei gering und der Zugang zur Weiterbildung der Lehrkräfte unterdurchschnittlich. Auch die Erfolgsquote in den Abschlussprüfungen der dualen Ausbildung sei sehr niedrig, viele Ausbildungsverträge würden vorzeitg abgebrochen. Zudem würden viele Grundschüler verspätet eingeschult.

Ohne Brandenburgs Bildungsdefizite kleinreden zu wollen - es liegt tatsächlich viel im Argen, etwa die nach wie vor mangelhafte Qualifikation der vielen Seiteneinsteiger an den Schulen - denke ich in diesen Tagen beim frühen Aufstehen öfter: Wie gut, dass Kinder, Jungen wie Mädchen, hier ganz selbstverständlich und sicher zur Schule gehen können. Gemeint ist hier nicht der Blick zurück auf die Homeschooling-Zeit, sondern die aktuelle Lage in Afghanistan. Nach der Machtübernahme der Taliban müssen Kinder dort um ihr Leben fürchten, vor allem Mädchen damit rechnen, dass ihnen Bildung wieder verwehrt wird.  Wie erklärt man Kindern, was gerade in Afghanistan passiert? Falls Sie sich diese Frage auch stellen, habe ich zwei Empfehlungen.

Da ist zum einen das Jugendbuch "Über die Berge und über das Meer" von Dirk Reinhardt, 2020 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert und empfohlen für Leser ab 13 Jahren. Ein Buch, das einen auch als Erwachsenen nicht kalt lässt. Es erzählt die Fluchtgeschichte von Soraya, die in einem Dorf in den afghanischen Bergen nach altem Brauch zunächst als Junge aufwächst, zur Schule gehen kann, dann von den Taliban aber wieder in die Stille des Hauses verbannt wird. Auch der Nomadenjunge Tarek wird von den Taliban bedroht. Beide Kinder machen sich ohne ihre Familie auf den lebensgefährlichen Weg nach Deutschland. 

Falls Sie und Ihre Kinder gerne ins Theater gehen, sollten Sie das Stück "Malala" (ab zehn) im Atze-Musiktheater in Berlin anschauen. Ich habe es bereits 2018 gesehen, ab 28. Oktober steht es wieder auf dem Spielplan. Es zeigt das Leben der Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai, die als Elfjährige mutig gegen die Taliban in Pakistan aufstand, als diese ihre Mädchenschule schließen wollten, und 2012 ein Attentat von Taliban-Kämpfern in ihrem Schulbus schwer verletzt überlebte. Eine aufwühlende Inszenierung "für die Rechte von Mädchen und das Recht auf Bildung für Kinder in der ganzen Welt". 

Auch im heutigen Newsletter:

  • Potsdams neue Synagoge an der Uni Potsdam eingeweiht
  • Paten aus Potsdam: Hilfe für Flutopfer in der Eifel reißt nicht ab
  • Turmbau zu Babelsberg: Debatte um Libeskind-Entwurf
  • Tipps für Unternehmungen
  • ...und jede Menge mehr

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