• Potsdam HEUTE, Donnerstag, 16. Juli 2020: Der Zweite Wumms, Ermittler berichten über Serientäter und ein Wunder für Pia

Potsdam HEUTE, Donnerstag, 16. Juli 2020 : Der Zweite Wumms, Ermittler berichten über Serientäter und ein Wunder für Pia

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PNN-Newsletter - heute von Sabine Schicketanz.
PNN-Newsletter - heute von Sabine Schicketanz.Foto: Sebastian Gabsch

Guten Morgen,

Wumms, der Zweite: Potsdam hat ihn zum Glück gut überstanden. Bis auf einen Riss im Erdboden nahe des Aradosees und ein paar gesprungener Fensterscheiben an einem alten Haus nebenan hat die kontrollierte Sprengung der 250-Kilo-Bombe auf dem Grund des kleinen Gewässers im Stadtzentrum keine Schäden hinterlassen. Allerdings hat es doch einige Stunden gedauert, bis alles bereit war und Sprengmeister Mike Schwitzke in sicherem Abstand den Auslöser drücken konnte. Wie alles ablief, können Sie hier in unserer Zusammenfassung des Tages und hier im Liveblog nachlesen - natürlich inklusive Foto der turmhohen Schlamm-Wasser-Fontäne, die unser Fotograf Ottmar Winter aus dem 17. Stock des Hotels Mercure festgehalten hat. Im Einsatz waren auch wieder die Geoforscher, die die Detonation nutzten, um der Geothermie auf die Spur zu kommen. Und wer noch immer nicht genug von Blindgängern hat, dem sei diese Adresse empfohlen. Dort wird auch ein großer Splitter der letzten unter Wasser gesprengten Potsdamer Bombe für die Nachwelt bewahrt.

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Worüber spricht Potsdam heute?

Festnahme in der Neue Kreisstraße.
Festnahme in der Neue Kreisstraße.Foto: Julian Stähle/dpa

Der gefasste Serientäter 
Nachdem die Brandenburger Polizei den mutmaßlichen Serienvergewaltiger am Dienstagabend in der Neuen Kreisstraße direkt an der Grenze zwischen Berlin und Potsdam gefasst hatte, stellten die Ermittler gestern in Berlin erste Ergebnisse vor. Der 29-Jährige soll mindestens acht Frauen in Brandenburg und Berlin attackiert haben. Am 28. Juni soll er eine 27-jährige Joggerin in Kleinmachnow, am Dienstag vor seiner Festnahme eine junge Potsdamerin in Babelsberg vergewaltigt haben. Die Ermittler schilderten, dass er die Opfer zunächst ganz freundlich angesprochen habe. Danach sei er mit massiver körperlicher Gewalt vorgegangen, berichtete Norma Schürmann vom Landeskriminalamt (LKA) Berlin. Er habe die Frauen gepackt, gewürgt und schließlich vom Weg in entlegenere Gebiete gezerrt, sie mit körperlicher Bedrohung zum Schweigen gebracht, so dass sie nicht um Hilfe gerufen hätten. Hier informieren wir Sie, was über den Mann und seine Taten bislang bekannt ist. Die wichtigste Äußerung kam gestern allerdings von Brandenburgs Innenminister Michael Stübgen (CDU). „Keiner kann nachempfinden, wie schlimm solche Verbrechen für die Opfer sind“, sagte Stübgen. „Gut, dass wir den Täter jetzt haben und er keinen Schaden mehr anrichten kann. Jetzt müssen wir uns aber darauf konzentrieren, den Opfern zu helfen.“

Was muss ich für heute wissen?

Das Corona-Update
Drei neue Corona-Infektionen sind am Mittwochmorgen in Brandenburg registriert worden - zwei im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, eine im Landkreis Oder-Spree. Potsdam meldete im Laufe des Tages eine neue Infektion, Potsdam-Mittelmark keine. Am Vortag waren es landesweit fünf. In ganz Brandenburg werden nun 3490 Infektionen seit Pandemiebeginn gezählt, in Potsdam 654. Derzeit aktiv erkrankt sind im Land rund 80 Menschen

Gelockert hat das Gesundheitsministerium am Mittwoch angesichts der stabilen Corona-Lage die Besuchsregeln für Kliniken und Pflegeheime. Durften Patienten und Bewohner seit Mitte Juni nur von täglich bis zu zwei Gästen besucht werden, gilt jetzt keine Begrenzung der Personenzahl mehr. Die Infektionszahlen in den Pflegeeinrichtungen und besonderen Wohnformen lägen derzeit bei Null, sagte Gesundheitsstaatssekretär Michael Ranft. Doch Familienangehörige und Freunde müssten sich weiter verantwortungsvoll verhalten und bei Krankenhäusern und Einrichtungen nachfragen, wie die jeweiligen Regelungen sind. Denn diese seien "verantwortlich für eine Steuerung der Besuche, den Schutz der Patienten und des Personals und die Einhaltung der Hygieneregeln". Allerdings nimmt man dies offenbar nicht überall so genau. Eine Leserin schilderte am Mittwoch einen äußerst laxen Umgang am Einlass des Potsdamer Klinikums "Ernst von Bergmann". So habe der Mitarbeiter dort ihr beim Ausfüllen des Besucher-Fragebogens kurzerhand den Stift aus der Hand genommen und bei allen Gesundheitsfragen "Nein" angekreuzt. Begründung: "Sonst kommen Sie ja nicht rein." Offenbar ist das Gedächtnis bei manchen kurz. Zur Erinnerung: Im Bergmann-Klinikum sind 47 Menschen an und mit Corona gestorben - viele von ihnen nach einem schweren Corona-Ausbruch in dem Krankenhaus. 

Über die aktuellen Entwicklungen in der Coronakrise in Potsdam und Brandenburg informieren wir Sie in unserem Newsblog.

Giga in Grünheide

So soll sie mal aussehen, die Giga-Factory in Grünheide.
So soll sie mal aussehen, die Giga-Factory in Grünheide.Simulation:Tesla


Zwei Worte. Zehn Buchstaben. Ein Bild. Und schon ist der Aufruhr Giga-großMit einem Tweet hat Tesla-Konzernchef Elon Musk Mittwochmorgen um 7.39 Uhr wieder mal für Schlagzeilen gesorgt. Musk twitterte den Architekturentwurf der Gigafactory in Grünheide und lüftete damit das Geheimnis, wie die Fabrik genau aussehen wird. Viele schauten sehr genau hin: So wird munter über einen Swimmingpool auf dem Dach und einen Club in der Kommandozentrale von "Giga Berlin" spekuliert. Anfang März hatte Musk ja bei Twitter gefragt, ob Tesla unter der Fabrik ein "Mega Rave Cave", also einen Rave-Club, bauen sollte. Die Zustimmung war mit 90,2 Prozent von 772.987 abgegebenen Stimmen eindeutig. Doch von Tanzen ist zumindest bislang nicht die Rede, wenn es um die Gigafactory und die Arbeitsbedingungen dort geht. Was zum Bau bislang bekannt ist, hat Thorsten Metzner für Sie recherchiert

Ade Parité?
In Brandenburg schauten gestern viele nach Thüringen. Dort kippte das Landesverfassungsgericht nach Klage der AfD das dortige Paritégesetz. Es sei verfassungswidrig. In der Mark wird die Entscheidung der hiesigen Verfassungsrichter für den 20. August erwartet. Noch geben sich die märkischen Parité-Verfechterinnen und Verfechter gelassen. Schließlich seien die Landesverfassungen von Brandenburg und Thüringen unterschiedlich, auch im Passus zur Gleichstellung, meinte die grüne Abgeordnete Sahra Damus. CDU und AfD, die gegen das Parité-Gesetz gestimmt hatten, sehen sich derweil in ihrer Skepsis (CDU) und Ablehnung (AfD) bestätigt. Kurzer Blick in das Brandenburger Parlament: 28 Frauen, 60 Männer. Frauenquote: 32 Prozent. SPD: 18 Männer, sieben Frauen. AfD: 18 Männer, fünf Frauen. CDU: Elf Männer, vier Frauen. Grüne: Fünf Männer, fünf Frauen. Linke: Fünf Männer, fünf Frauen. BVB/Freie Wähler: Drei Männer, zwei Frauen. Bevölkerung in Deutschland: 42,1 Millionen Frauen, 41,0 Millionen Männer (Quelle: Statistisches Bundesamt, 2019).

Blauer Lichterglanz
Fast so gut wie über die Garnisonkirche lässt sich in Potsdam über den Weihnachtsmarkt in der Brandenburger Straße streiten. Und zwar jedes Jahr wieder mit weitgehend unveränderten Argumenten - daher erspare ich Ihnen gern, diese hier aufzuzählen. Fakt ist: Wie immer pünktlich zum Sommer beginnt nun die Weihnachtsmarkt-Debatte. Doch eines ist dieses Mal neu und anders: Corona. Was das für Zank und Pläne heißt, hat PNN-Redakteur Peer Straube hier einmal aufgeschrieben. Und falls Sie auch schon Lust haben auf Weihnachten - uns würde Ihre Meinung auf jeden Fall interessieren.

Von Bäumen und Booten
Und nun gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Zuerst die schlechte: Im Volkspark werden demnächst gut 50 Bäume gefällt. Es sind zumeist Birken, die so massiv unter der Trockenheit der vergangenen Jahre gelitten haben, dass sie nicht mehr standfest sind, meint der Entwicklungsträger Bornstedter Feld als Parkbetreiber. Mehr dazu lesen Sie hier - kürzlich hatten wir zudem ausführlich über die dramatische Lage der Potsdamer Bäume berichtet. Jetzt die gute Nachricht: Das Museum Barberini bekommt einen Bootsanleger - allerdings nicht für Dampfer. Sondern für "muskelbetriebene Wasserfahrzeuge". Künftig also erst Monet, dann Tretboot. 

Was soll ich heute lesen?

"Wir können nur noch auf ein Wunder hoffen" 

Pia und Michael Patrick Kelly Potsdam
Pia und Michael Patrick Kelly PotsdamFoto: privat

Das Schicksal der siebenjährigen Pia bewegt Potsdam. Das Mädchen aus dem Kirchsteigfeld ist an einem Gehirntumor erkrankt. Ihre Eltern Jeanine und Sascha Hillmann haben alles Erdenkliche getan, um ihrer Tochter zu helfen. In einer für Potsdam beispiellosen Spendenaktion sammelten sie in wenigen Tagen mehr als 120.000 Euro für eine spezielle Therapie für Pia. Doch die Krankheit ist unerbittlich. Pias Eltern setzen ihr jetzt so viele schöne Momente entgegen wie möglich. Mein Kollege Carsten Holm hat mit ihnen gesprochen.

Welche Termine sind heute wichtig?

Grafik: TSP
  • Tram 96 bis nach Fahrland: Der wichtigste Potsdamer Termin findet heute um 16 Uhr im Rathaus statt. Dort will Baubeigeordneter Bernd Rubelt (parteilos) die Pläne für den "Onlinedialog Tram 96" vorstellen. Über diesen sollen die Potsdamer an den Plänen für den Ausbau der Tramlinie bis nach Fahrland beteiligt werden. Noch gibt sich der Verkehrsbetrieb dazu zuversichtlich: "Voraussichtlich ab 2029 können Potsdamer mit der verlängerten Tramlinie von Krampnitz über Neu Fahrland bis zum Hauptbahnhof und zurückfahren", heißt es auf der ViP-Homepage. Und weiter: "In nur 25 Minuten sollen Bewohner staufrei, ökologisch und schnell ans Ziel kommen, voraussichtlich ab 2033 von Fahrland in 35 Minuten." Klingt gut - ist aber teuer und schwierig umzusetzen. Zudem mehren sich die Proteste gegen den bisherigen Zeitplan für den Ausbau des Ex-Kasernengeländes Krampnitz zum neuen Stadtteil mit rund 10.000 Einwohnern. Knapp 50 Neu Fahrländer Bürger haben sogar eine Resolution verabschiedet. Sie fordern, dass in Krampnitz maximal 3800 Menschen wohnen sollen und die Stadt ein "realistisches Verkehrskonzept" aufstellt. Ähnlich äußerte sich am Mittwoch der CDU-Stadtverordnete Wieland Niekisch. Er zählte den verkehrsplanerischen Horror gleich mal auf: "Totale Nadelöhrsituation für Straße und Tram über die Nedlitzinsel, die geplante doppelte Querung der B2 durch Lichtsignalanlagen alle 5 Minuten zwischen Neu Fahrland und Krampnitz, die mehrfachen Einmündungs-Situationen an der dann rechtwinklig abknickenden B2 am Stadtplatz Ost (...)". Könnte gut sein, dass sich der schöne neue Tram 96-Onlinedialog zum veritablen Shitstorm auswächst. 
  • Schuldnerberatung fehlt das Geld: Die Wohlfahrtsverbände in Brandenburg wollen heute um 13 Uhr in einem Pressegespräch auf die Existenznot von Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen aufmerksam machen. Sie seien in Gefahr, weil das Land wegen Corona-Einschränkungen nur noch einen Teil der Fördergelder zahle. Während also auf der einen Seite die Hilfe für Menschen in finanzieller Not droht wegzubrechen, steigt auf der anderen die Zahl derjenigen, die Kredite stunden müssen und dringend Beratung brauchen. Dabei sollte es nicht bleiben. 
  • Sondersitzung im Landtag: Heute um 10 Uhr kommt der Haushaltsausschuss des Landtags zur Sondersitzung in der Sommerpause zusammen, um über den aktuellen Stand der Verhandlungen zwischen Bund und Ländern zu den Corona-Hilfen zu beraten. Zudem auf der Tagesordnung: Beteiligungen des Landes Brandenburg an Unternehmen des privaten und des öffentlichen Rechts.
  • Präsidentinnen-Wahl: An der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg (BTU), die Motor des Strukturwandels in der Lausitz werden soll, wird heute eine neue Präsidentin gewählt - es treten an Prof. Gesine Grande als Herausforderin und die seit zwei Jahren amtierende BTU-Präsidentin Prof. Christiane Hipp. Vor fast einem Jahr war die Besetzung des Postens gescheitert. Mal sehen, ob es jetzt klappt. Und wer sich durchsetzen kann. 
  • Hinsetzen in Groß Glienicke: Es ist ein vermeintlich kleiner Akt - doch er hat Wirkung. Hinsetzen, ruhen, ins Grün schauen, das ist schließlich nicht nur in Corona-Zeiten schön und wichtig. Deshalb wird im Friedrich-Günther-Park an der Seepromenade heute um 10 Uhr eine neue Bank aufgestellt. Es ist immerhin schon die dritte dieses Jahr, wobei eine schon wieder weg ist: Dreiste Diebe, so schreibt Birgit Malik aus dem Ortsbeirat, haben die Metallbank am Mauerdenkmal vergangenes Wochenende abgebaut und gestohlen. Finanziert hatte das gute Stück im Mai der Groß Glienicker Kreis e.V. Wer Hinweise zum Diebstahl geben kann: Polizeioberkommissar und Revierpolizist Mike Pirschel nimmt sie entgegen

Was könnte ich heute unternehmen?

Empfehlungen heute von Steffi Pyanoe.

Sprechen über Hagemeister
Wie entsteht eigentlich eine Kunstausstellung? Wie wird geplant und wie bekommt man Gemälde von Leihgebern? Darüber spricht die Museumsdirektorin und Kuratorin der aktuellen Karl-Hagemeister-Ausstellung im Potsdam Museum, Jutta Götzmannin einem Kurzvortrag. Außerdem geht es bei einer Führung zu den wichtigsten Werken, die Besucher sind eingeladen, darüber ins Gespräch zu kommen. Die sehr sehenswerte Ausstellung mit Werken des Impressionisten aus Werder (Havel) sowie weiteren namhaften Künstlern dieser Zeit, darunter Max Liebermann, Lovis Corinth, Max Slevogt, Lesser Ury und Walter Leistikow, ist bis 6. September zu sehen.
18 Uhr im Potsdam Museum, Am Alten Markt, der Eintritt kostet 5 Euro. Um telefonische Anmeldung wird gebeten.

Kontrollverlust
Hier kommen Wort, Musik und Tanz zusammen. „Es könnte schon passieren, dass wir ein wenig außer Kontrolle geraten“, heißt es euphorisch in der Einladung zum Sommertanztheater „Flexible Flyer“. 

Schauspieler René Schwittay und Tänzerin Luana Rosetti
Schauspieler René Schwittay und Tänzerin Luana RosettiMarkus Bertuzzo

Verarbeitet werden Stücke und Themen von Bach, Benjamin Britten, George Crum und Gija Kantschelli. Die Cellistin Christiane Starke des Deutschen Kammerorchesters Berlin erschafft unterschiedlichste musikalische Stimmungen, zu denen der Schauspieler René Schwittay Texte von Gottfried Benn, Elsa Lasker Schüler, Thomas Brasch und Shakespeare spricht. Es tanzt Luana Rossetti von der Oxymoron Dance Company. Konzept und Regie: Anja Kozik.
19 Uhr Open Air auf der Seebühne in der Schiffbauergasse, Karten für 9,32 bis 11,42 Euro gibt es hier.

Stimmung im Landtag
Jürgen Ehle spielte Gitarre für Veronika Fischer und bei Pankow, auch nach dem Neustart 1996, außerdem für Barbara Thalheim und zuletzt in der Gundermann-Band des Filmemachers Andreas Dresen. Zusammen mit der Sängerin Scarlett 0., bekannt von der Folkband Wacholder, lebt Ehle seit Jahren etwas ruhiger auf dem Brandenburger Land und macht auch dort Musik, sogenannte Hausschuhkonzerte. Das kleine Konzert im Landtag dürfen Sie ohne Hausschuhe besuchen. „Wiedersingen“ heißt das Programm des Mitsingkonzerts, bei dem Sie sozusagen im Landtag Ihre Stimme abgeben dürfen.
18 Uhr im Innenhof des Landtags, der Eintritt ist frei.

Was kann ich heute Gutes tun?

Stadtrand-Wildnis am Volkspark.
Stadtrand-Wildnis am Volkspark.Foto: Manfred Thomas

Shoppen mit Sinn
Die Stadtrandelfen machen Arbeit mit Sinn: Im gemeinnützigen Verein engagieren sich Potsdamer vor allem aus dem Norden der Stadt ehrenamtlich in Stadtteilarbeit, Umweltbildung und Erlebnispädagogik. Außerdem geht es bei den Stadtrandelfen um Citizen Science, also Wissenschaft mit Bürgerbeteiligung. Das Angebot der Elfen kommt ziemlich gut an, derzeit beispielsweise bei ausgebuchten Ferienprogrammen für Kinder im Bornstedter Feld. Aber die Stadtrandelfen sind auch Träger des Nachbarschaftsgartens "Wendeschleife" in Drewitz. Wer den Verein unterstützen will, kann das beim Online-Shoppen über die Website Schulengel ganz nebenbei tun. Gut 800 Euro sind so schon zusammengekommen. Sie wollen mitmachen? Einfach hier klicken und wenn schon online, dann so immerhin sinnvoll shoppen. Es darf aber auch darüber hinaus gespendet werden: Immer gut gebrauchen können die Elfen Nägel, Bretter, Pflanzen, Gartengeräte und kleines Werkzeug, Holz jeder Art, Feldsteine, Kunststofffässer wie Regentonnen und derzeit auch Riesen-Gurkengläser, mindestens 1,5 Liter. Kontakt & Infos gibt es hier.

Wetter & Verkehr

Wetter

Sonnenschein und Quellwolken im Wechsel. Örtlich Regen oder Gewitter. Wenn Gewitter: starke Böen. Und maximal 21 Grad.

Verkehr

Für Autofahrer gibt es hier jeden Tag ein neues Schmankerl. Heute: Ab dem heutigen Donnerstag, 18 Uhr, bis zum Sonntag, dem 19. Juli, ist die Pappelallee zwischen Reiherweg und Schlegelstraße voll gesperrt. Hier wird übers Wochenende die Fahrbahndecke erneuert. Die Umleitung führt über Bornstedter Straße, Hegelallee und Jägerallee. Umgeleitet werden wegen der Vollsperrung auch der Bus 692 und die Linie N17 bis Montag, 4 Uhr. Der 692er fährt zwischen den Haltestellen Kirschallee und Reiterweg/Alleestraße in beiden Richtungen über Kirschallee, Bornstedter Straße, Voltaireweg und Jägerallee. Der N17er verkehrt zwischen den Haltestellen Ruinenbergstraße und Campus Fachhochschule in beiden Richtungen über August-Bonnes-Straße, Jacob-von-Grundling-Straße und Georg-Hermann-Allee. Für den Autoverkehr ist außerdem die Mangerstraße heute und morgen voll gesperrt, denn es wird ein Kran aufgestellt. 

Person des Tages

Tino Schmidt kehrt zum SV Babelsberg 03 zurück
Tino Schmidt kehrt zum SV Babelsberg 03 zurückFoto: SVB/ promo

Tino Schmidt
Man kennt ihn schon hier in Potsdam: Vor zwei Jahren hatte er sich zwar aus dem Staub gemacht gen Dritte Liga, doch jetzt ist Tino Schmidt wieder da. Der Stürmer unterschrieb einen Zwei-Jahres-Vertrag beim SV Babelsberg 03, der dazu selbstbewusst mitteilte, man wissen eben, "was man aneinander hat". Die Fans nahmen die Neuverpflichtung positiv auf. "Schönes Ding", kommentierte einer, ein anderer schrieb: "Das wird eine brandgefährliche Offensive!" Mancher allerdings wunderte sich auch, wo das Geld für den neuen Spieler herkommt. Tino Schmidt ist als Drittliga-Rückkehrer vermutlich nicht ganz günstig. In 22 von 23 Punktspielen lief er in der letzten Saison für den FC Victoria 1889 Berlin auf. Wann er sein zweites erstes Mal für den SVB zum Einsatz kommen könnte, steht seit gestern auch fest: Die Saison beginnt am dritten August-Wochenende, die Babelsberger starten auswärts bei Drittliga-Absteiger FC Carl Zeiss Jena.


So, und nun kommen Sie gut durch den Tag, bis morgen früh

Ihre Sabine Schicketanz
PNN-Chefredakteurin

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