• Potsdam HEUTE, Dienstag, 23. Juni 2020: Vernissage am Bauzaun, Antrieb für die kleinen Turbinen und ein Krankenhaus am Limit

Potsdam HEUTE, Dienstag, 23. Juni 2020 : Vernissage am Bauzaun, Antrieb für die kleinen Turbinen und ein Krankenhaus am Limit

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Foto: Sebastian Gabsch

Guten Morgen,

gab es bei Ihnen zu Hause auch schon Zeugnisse für den Nachwuchs? In diesem Jahr erfolgt die Zeugnisausgabe für die rund 291 000 Brandenburger Schüler  ja coronabedingt in Etappen. Egal ob gestern, heute, morgen: Die Schüler haben in der Krise Großes geleistet. Zu Hause lernen, keine Freunde treffen und dann auch noch uns Eltern ertragen, die homeoffice- und homeschoolinggeplagt vielleicht nicht immer so entspannt waren. 

Wer klatscht eigentlich für Kinder von Balkonen? Sie hätten wirklich Applaus verdient, viel mehr aber noch ein Eis oder einen entspannten Ausflug mit der ganzen Familie nach all dem Stress. Vielleicht hören Sie auch in Familie den Corona-Song, den Elftklässler des Potsdamer Leibniz-Gymnasiums komponiert haben, und lassen den ganzen Frust beim Tanzen durchs Wohnzimmer raus. Aber mehr dazu in unseren Tagestipps.

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Worüber spricht Potsdam heute?

Noch hofft die Stadt auf eine mögliche Zukunft der Karstadt-Filiale in der Brandenburger Straße.
Noch hofft die Stadt auf eine mögliche Zukunft der Karstadt-Filiale in der Brandenburger Straße.Foto: Ottmar Winter

Versetzungsgefährdet
Welche Note die Potsdamer den Karstadt-Entscheidern geben würden, ist recht eindeutig: eine glatte 6. Auch vier Tage nach der Bekanntgabe, dass das Kaufhaus in der Potsdamer Innenstadt schließen soll, gibt es kaum ein anderes Thema in der Stadt. Carsten Holm hat sich bei Passanten in der Brandenburger Straße umgehört. Tenor: Der Weggang von Karstadt wäre ein herber Verlust. Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) will deshalb weiter für den Erhalt des Standortes kämpfen. Mein Kollege Kay Grimmer meint in seinem Kommentar: Man müsse aber auch ehrlich sein. Die Ladensituation in der City sei auch Zeugnis eines veränderten Kaufverhaltens - und verlange nach anderen Konzepten.

Was muss ich für heute wissen?

Christoph Vogel (l.) und Kristof Balint wurden als Kandidaten für das Amt des Generalsuperintendenten vorgestellt.
Christoph Vogel (l.) und Kristof Balint wurden als Kandidaten für das Amt des Generalsuperintendenten vorgestellt.Foto: Ottmar Winter PNN

Das Corona-Update
In Brandenburg sind innerhalb eines Tages nur drei Corona-Neuinfektionen gezählt worden. Das teilte das Gesundheitsministerium am Montagmorgen mit. Die Zahl der bestätigten mit Sars-CoV-2 Infizierten liegt damit bei insgesamt 3402. Zehn Menschen werden derzeit im Krankenhaus behandelt, als genesen gelten etwa 3100. Die Zahl der Verstorbenen im Zusammenhang mit Covid-19 liegt unverändert bei 170. Corona-Schwerpunkte in Brandenburg sind weiter die Landeshauptstadt Potsdam mit 642 Fällen. 

Seit dem vergangenen Freitag sind in Potsdam zwei neue Infektionen mit dem Coronavirus bekannt geworden. Das sagte ein Rathaussprecher am Montag auf Anfrage. Demnach sind aktuell 24 Erkrankte in Potsdam registriert – zwei davon liegen auf der Normal-Station des Klinikums „Ernst von Bergmann“, ein Patient im St. Josefs-Krankenhaus. Im Landkreis Potsdam-Mittelmark  sind seit Beginn der Pandemie 566 Infektionen gemeldet worden. Im Landkreis Prignitz wurde mit 30 Fällen die landesweit geringste Zahl an Infektionen registriert.

Wegen der coronabedingten Umsatzeinbrüche ist in Brandenburg im März und April für rund 209 300 Erwerbstätige Kurzarbeit angemeldet worden. Mit etwa 15 500 Arbeitnehmern war die Gastronomie die am stärksten betroffene Branche, wie das Wirtschaftsministerium auf eine parlamentarische Anfrage der Linksfraktion im Landtag mitteilte. 

Über die aktuellen Entwicklungen in der Coronakrise in Potsdam und Brandenburg informieren wir Sie weiterhin in unserem Newsblog.

St.Josefs-Krankenhaus wegen Corona am Limit
Die Krankenhäuser der Landeshauptstadt leiden weiter unter den Auswirkungen der Coronakrise: Vor allem das St. Josefs-Krankenhaus hat mit der reduzierten Bettenzahl zu kämpfen und muss regelmäßig Patienten an andere Kliniken überweisen. „Von Verlegungen sind pro Tag circa 20 bis 25 Patienten betroffen“, sagt Krankenhaus-Sprecher Benjamin Stengl. Etwa 95 Prozent davon werden ins Umland überwiesen, etwa nach Neuruppin, Rathenow, Nauen, Brandenburg/Havel oder Berlin. 

Im kommunalen Bergmann-Klinikum (EvB) sieht die Situation etwas anders aus: Obwohl auch hier die ursprüngliche Zahl von rund 1000 Betten auf 500 reduziert wurde, habe es bislang kaum Verlegungen wegen Bettenmangels gegeben, sagt Klinikumssprecherin Theresa Decker: Ein Grund sei, dass derzeit wesentlich weniger geplante Operationen durchgeführt würden als vor Corona. Wie die Lage in den Potsdamer Kliniken ist, lesen Sie ausführlich hier.

Mit Drohnen gegen Brände
Tagelang wütete Ende Juli 2018 der verheerende Waldbrand in Fichtenwalde.  Allein in diesem Jahr brannte es bereits 30 Mal im Landkeis Potsdam-Mittelmark. Nun kommt Hilfe von oben:  Eine Drohne mit Wärmebildkamera, die Glutnester aufspüren kann, wird künftig eingesetzt. Insgesamt hat der Landkreis rund 450.000 Euro in neue Ausrüstung für die Feuerwehr investiert. Wie die Drohne funktioniert und mit welchen Mitteln sich Mittelmark für die Waldbrandsaison rüstet, lesen Sie hier

Potsdam sucht den Superintendenten
Zehn Jahre lang war Heilgard Asmus evangelische Generalsuperintendentin von Potsdam. Der Sprengel, für den sie zuständig ist, umfasst den Westen Brandenburgs von der Prignitz und der Uckermark bis in den Fläming hinein. Nun endet ihre Amtszeit. Voraussichtlich am 6. September findet die Wahl des Nachfolgers statt. Der Berliner Oberkonsistorialrat Christoph Vogel und der Thüringer Superintendent Kristof Balint wollen Regionalbischof werden. Beide Kandidaten stellten sich am Montag in der Nikolaikirche der Öffentlichkeit vor. Benjamin Lassiwe war für die PNN dabei. 

Was soll ich heute lesen?

Keine Nackedeis mehr. Jedenfalls an den Badestellen an den sieben Gewässern im Naturpark Uckermärkische Seen.
Keine Nackedeis mehr. Jedenfalls an den Badestellen an den sieben Gewässern im Naturpark Uckermärkische Seen.Foto: imago/Werner Otto

Falsch Zeugnis reden 
Wenig christlich geht es beim Nudisten-Streit von Lychen zu. Sie erinnern sich: Einige Nacktbader kennen offenbar keine Scham und drohen mit Umweltverschmutzung. Weil die Stadt etwas dagegen hat, dass sie so wie Gott sie schuf am Strand der Sonne frönen und ihrerseits mit Bußgeldern droht. Die Landtagsabgeordnete Carla Kniestedt (Grüne) mit Wahlkreis in der Uckermark hat nun reagiert: "Eine peinliche Entscheidung! Erst dachte ich, ja ist denn schon wieder 1. April? Machen kann ich nichts, ich bin kein Mitglied der Stadtverordnetenversammlung. Außer: Ich gehe weiterhin nackig schwimmen (und ziehe mich hinterher an)! PS: Was aber gar nicht geht, ist diese anonyme (wie feige!) Drohung, die wunderbaren Seen zu verseuchen! Es gibt eine Anzeige gegen die Verfasser. Gut so!" Was ist da bloß los in Lychen? Etwa eine Ost-West-Konflikt, der bis aufs letzte Hemd ausgetragen wird? Sandra Dassler hat die nackten Fakten recherchiert

Welche Termine sind heute wichtig?

Künstlerin Jeanne van Dijk (l). und Schülerin Helene bei der Vorbereitung der Bauzaun-Vernissage.
Künstlerin Jeanne van Dijk (l). und Schülerin Helene bei der Vorbereitung der Bauzaun-Vernissage.Foto: promo

Urteil im Frankfurter Mordprozess: Er soll seine Ehefrau und Mutter seiner drei Kinder erwürgt haben. Heute um 9 Uhr will das Landgericht Frankfurt (Oder) das Urteil gegen den 38-Jährigen verkünden. Die Staatsanwaltschaft Neuruppin hat lebenslange Haft wegen Mordes für den Mann gefordert, die Nebenklage sich dem Antrag der Anklagebehörde angeschlossen. Die Verteidigung plädierte auf eine Freiheitsstrafe nicht unter zehn Jahren wegen Totschlags. Der Gebäudereiniger hatte im Prozess gestanden, seine von ihm getrennt lebende Ehefrau am 2. August 2019 in dem einst gemeinsamen Zuhause in Eberswalde (Barnim) erwürgt zu haben. Die 30-Jährige hatte ihm nach eigenen Worten zuvor gesagt, dass sie ihn nicht mehr liebe. 

Vernissage am Bauzaun: Das Projekt „Die Macht der Bilder“ ist ein Beitrag der Stiftung Garnisonkirche Potsdam zum Erinnern und Feiern der Ereignisse aus der Zeit 1989/90. Zusammen mit acht Schülern der benachbarten Voltaireschule und der Künstlerin Jeanne van Dijk aus dem Rechenzentrum standen in einem einwöchigen Kunstworkshop das Wortpaar „Teilung-Einheit“ und dessen Manifestation in Bildern im Mittelpunkt. Elf großformatige individuelle Kunstwerke sind entstanden.  

Um 10 Uhr werden die Bilder vor der Nagelkreuzkapelle erstmals vor Pressevertretern gezeigt. Eine der Teilnehmerinnen, die 18-jährige Pia, ließ sich in der Motivfindung vom Veranstaltungsort inspirieren: „Zum Wiederaufbau des Garnisonkirchturmes gibt es keine einheitliche Meinung. Ich persönlich sehe das Projekt etwas skeptisch. Und so schaut auch die Figur auf meinem Bild, das ich an dem Bauzaun ausstellen möchte.“ Eine größere öffentliche Präsentation der Kunstwerke ist im Rahmen der Feierlichkeiten rund um das Jubiläum der deutschen Einheit im Oktober 2020 vorgesehen.

IT-Hilferuf von Schulen: Kurz vor den Sommerferien haben knapp 20 Potsdamer Schulen in einem offenen Brief an das Rathaus mehr Unterstützung bei der Digitalisierung gefordert. Das den PNN vorliegende Schreiben soll heute um 17.30 Uhr im Bildungsausschuss der Stadtverordneten behandelt werden. Der Sport- und Bildungsausschuss trifft sich im Humboldt-Gymnasium in der Heinrich-Mann-Allee 103. Weitere Themen sind das geplante Kiez-Schwimmbad Nord, die Pläne für eine neue Sporthalle in Neu Fahrland und der Antrag für ein kostenloses Schüler- und Azubi-Ticket.  

Stadttauben und Stadtsäckel: Der Ausschuss für Ordnung und Sicherheit der Stadt kommt um 18 Uhr im Treffpunkt Freizeit zu seiner nächsten Sitzung zusammen.Themen sind unter anderem die Fütterung von Stadttauben und die Top 20 aus dem Bürgerhaushalt.

Was könnte ich heute unternehmen?

Die Ausstellung "Potsdamer Konferenz 1945 - Die Neuordnung der Welt" in Schloss Cecilienhof wird am Dienstag eröffnet.
Die Ausstellung "Potsdamer Konferenz 1945 - Die Neuordnung der Welt" in Schloss Cecilienhof wird am Dienstag eröffnet.Foto: ZB

Neuordnung der Welt
Im Sommer vor 75 Jahren,  vom 17. Juli bis 2. August 1945, tagten im Schloss Cecilienhof die Staatschefs der Siegermächte. Das Schloss im Neuen Garten war im Krieg unversehrt geblieben und verlieh dem Treffen einen würdigen Rahmen. Mit den im „Potsdamer Abkommen“ festgehaltenen Beschlüssen, ausgehandelt von Stalin, Truman, Churchill und später Attlee, wurde schließlich der Grundstein für die Neuordnung der Welt gelegt. Jetzt wurde die Ausstellung grundlegend überarbeitet und erweitert.  

Heute wird sie eröffnet. Sie zeigt einen Eindruck der damaligen politischen Situation und des Tagungs-Alltags vor Ort, des Lebens der unmittelbaren Nachkriegszeit und skizziert die politischen Wellen, die das Treffen der Großmächte auslöste und die bis heute wirken. Viele originale oder originalgetreu rekonstruierte Gegenstände werden ausgestellt. In mächtigen Korbsesseln, exakte Nachbauten derjenigen, in denen damals die Staatsmänner saßen und für die Pressefotografen aus aller Welt posierten, können heute Besucher Platz nehmen und sich fotografieren.
Im Schloss Cecilienhof, Neuer Garten, vom 23. Juli bis 31. Oktober. Geöffnet Dienstag bis Sonntag 10 bis 17.30 Uhr, Karten für 10 und 14 Euro gibt es nur online unter https://tickets.spsg.de.

Aufbruch in die Welt
Der 22-jährige Zak rennt aus dem Altenheim weg, in das man ihn wegen seines Down Syndroms gesteckt hat, und will Profi-Wrestler werden. Unterwegs trifft er auf Tyler, der auf einem selbstgebauten Floß selber vor konkurrierenden Fischern der Flucht ist. Und dann wäre da noch Betreuerin Eleanor, die Zak zurückholen soll. „The Peanut Butter Falcon“ (USA 2019) ist ein witzig-liebvolles Roadmovie mit einem Hauch von „ziemlich beste Freude“ und „Huckleberry Finn“, vielfach ausgezeichnet und heute Abend im Potsdamer Kinosommer.
Waschhaus, Filmstart 22 Uhr, Einlass ab 21 Uhr. Karten gibt es nur vorab online und sie kosten 10 Euro. Infos unter www.waschhaus.de.

Panikattacke
"Jetzt sind wir hier in Quarantäne /Außer Netflix nichts zu tun /Social-Life nicht vorhanden noo / Nur Alkoholkonsum / Desinfektion ist unsere Mission / Und es gibt keine Kohle mehr / Der Kreisel dreht sich langsam leer / Und Panik geht umher.“ Klingt ziemlich gefrustet, aber die Urheber, Elftklässler eines Musikkurses des Leibniz-Gymnasiums, haben den Frust wenigstens produktiv genutzt und einen Corona-Song geschrieben. „Kein Fenster“ ist seit  Montagabend 20 Uhr auf youtube und spotify zu sehen. „Von der Marktanalyse über Songwriting,  Songtexte schreiben, Studioaufnahme, Musikproduktion und Videodreh sind wir nun, mit der Hilfe unseres Musiklehrers Herrn Hanke, an unserem Ziel angelangt“, schreibt die Leibniz-Schülerin Käthe. Unbedingt mal reinhören, auch wenn Sie keine Kinder in dem Alter haben.

Empfehlungen heute von Steffi Pyanoe

Was kann ich heute Gutes tun?

Der Nachwuchs von Turbine benötigt Unterstützung.
Der Nachwuchs von Turbine benötigt Unterstützung.Foto: Andreas Klaer

Die Nachwuchsturbinen antreiben
Nicht nur in die Schulen soll nach den Ferien wieder mehr Normalität einziehen. Auch ihre Freizeit müssen Kinder in Potsdam nicht mehr nur zu Hause in den eigenen vier Wänden verbringen. Auf den Trainingsplätzen der Nachwuchsturbinen rollt der Ball zum Beispiel wieder. Damit die Mädels des 1. FFC Turbine Potsdam auch in der neuen Saison wieder dem runden Leder nachjagen können, ist aber Unterstützung nötig. Um die Kosten zu decken, benötigt der Verein mindestens 4000 Euro. Deswegen hat Turbine gemeinsam mit den Stadtwerken Potsdam  unter dem Motto "Unsere Nachwuchsturbinen antreiben" eine Crowdfunding-Aktion ins Leben gerufen und dafür alte Schätze ausgekramt, die nun für den guten Zweck verkauft werden - von virtuellen Fangesängen für 2,50 Euro über ein Trikot von Anne Gasper (100 Euro) oder den 150 Euro werten Wimpel vom DFB-Pokalfinale vom 1. Mai 2015 (das die Potsdamerinnen übrigens leider gegen Wolfsburg verloren haben). Das gesammelte Geld wird erst ausbezahlt, wenn bis zum 1. August 2020 um 20 Uhr mindestens 4000 Euro zusammenkommen sind. Ansonsten erhalten alle Spender ihr Geld zurück. Wer die kleinen Kickerinnen unterstützen möchte, klickt hier

Wetter und Verkehr

Wetter
Der Dienstag wird heiter, teils wolkig - mit Niederschlag rechnen die Meteorologen nicht. Die Maximalwerte liegen zwischen 22 und 25 Grad.

Verkehr
In den heutigen Abendstunden kommt es zu Fahrplanänderungen auf der S-Bahnlinie 7. Wegen Weichenarbeiten in Wannsee fahren die S-Bahnen von Potsdam Richtung Berlin zwischen 22 Uhr und Betriebsschluss jeweils zehn Minuten früher und haben in Grunewald dann zehn Minuten Aufenthalt.

In Babelsberg ist nicht nur die Rudolf-Breitscheid-Straße in Höhe Thalia-Kino wegen Umbau der Tram-Haltestelle stadteinwärts gesperrt ist, sondern auch die Haltestelle selbst von den Straßenbahnlinien 94 und 99 können nicht bedient werden. Baubeginn war am Montag, geplantes Bauende ist am 8. Juli. Der ViP bittet, auf die Haltestelle Rathaus Babelsberg auszuweichen.

Person des Tages

Elias Louis Zander

Die Gehörlosenschule, die Elias Louis Zander früher besucht hatte, bot nur einen Abschluss bis zur 10. Klasse an.
Die Gehörlosenschule, die Elias Louis Zander früher besucht hatte, bot nur einen Abschluss bis zur 10. Klasse an.Foto: Sebastian Gabsch


Topnote 1,5 und das trotz doppelter Hürden: Die Coronakrise war da fast schon ein vergleichsweise kleines Handicap für Elias Louis Zander, der als erster gehörloser Schüler in Brandenburg das Abitur gemacht hat. Der 17-Jährige ist von Geburt an taub. Mit Hilfe von Gebärdendolmetschern und seinen Lehrern und Mitschülern am Potsdamer Humboldt-Gymnasium hat er sich seinen Abitraum erfüllt - und will nun studieren, Wirtschaftswissenschaften oder Mathematik. „Es ist aufregend und ein tolles Gefühl, dass ich das geschafft habe", sagt er. Die meisten der rund 9000 Abiturienten im Land haben ihre  Abschlusszeugnisse bereits in den vergangenen Tagen erhalten. Die Durchschnittsnote lag nach Angaben des Bildungsministeriums wie in den Vorjahren bei 2,3. Insgesamt 231 Abiturienten erhielten die Note 1,0 - und damit sogar fünf mehr als im Vorjahr. 

Applaus für Elias und alle Absolventen nach diesem besonderen Schuljahr! Die Namen aller Abiturientinnen und Abiturienten aus Potsdam und dem Umland stehen heute in der Printausgabe der PNN.


Auch wenn es in diesem Jahr nichts wird mit den großen Abschlussfeiern und Klassenfesten - feiern Sie mit Ihren Kindern (den Soundtrack von den Leibniz-Schülern haben Sie ja jetzt) und seien Sie nicht zu streng beim Blick aufs Zeugnis. Ab Donnerstag heißt es dann endlich: Ferien!  Wohin geht denn Ihre erste Reise nach dem Lockdown? Verraten Sie es uns bei unserer Umfrage
Bis morgen Früh!


Ihre Marion Kaufmann
PNN-Vizechefredakteurin

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