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Potsdam : Hasso Plattner ist jetzt Ehrenbürger

Hasso Plattner ist Ehrenbürger der Stadt Potsdam. Dafür stimmte die Mehrheit der Stadtverordneten am Mittwochnachmittag.

Mäzen und Software-Milliardär Hasso Plattner - hier mit Oberbürgermeister Jann Jakobs - ist nun Potsdams Ehrenbürger.
Mäzen und Software-Milliardär Hasso Plattner - hier mit Oberbürgermeister Jann Jakobs - ist nun Potsdams Ehrenbürger.Foto: B. Settnik/dpa

Potsdam - Ehre für Hasso Plattner: Der SAP-Mitbegründer wurde am heutigen Mittwochnachmittag mit großer Mehrheit der Stadtverordneten zum Ehrenbürger der Stadt Potsdam gewählt. Nur Teile der Linken und die alternative Fraktion Die Andere stimmten dagegen.

"Hasso Plattner hat sich in herausragender Weise um die Landeshauptstadt Potsdam verdient gemacht. Er hat der Stadt in den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Städtebau und Kultur durch sein Engagement und sein Wirken wichtige Impulse verliehen", sagte Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (SPD), der den Antrag zur heutigen Stadtverordnetenversammlung eingebracht hat.

Unter anderem gründete Hasso Plattner 1998 das gleichnamige Institut für Softwaresystemtechnik an der Universität Potsdam und stellte einen Millionenbetrag zur Verfügung, um die Arbeit des Instituts zu fördern und dessen Ausbau zu finanzieren, des „SAP Innovation Center“ am Jungfernsee bei.

Plattner: "Wenn die Potsdamer das Stadtschloss wollen, soll es nicht am Geld scheitern“

Plattner brachte sich außerdem bei der Stadtentwicklung mit ein, heißt es weiter. Seine Stiftung schenkte dem Land Brandenburg 22 Millionen Euro, damit das als Landtag wiederaufgebaute Potsdamer Stadtschloss seine berühmte Knobelsdorff-Fassade und ein Kupferdach erhalten konnte. „Es ist eine historische Chance: Wenn die Potsdamer das Stadtschloss wollen, soll es nicht am Geld scheitern“, sagte der Milliardär damals. 

Hasso Plattners derzeit wichtigstes Projekt in Potsdam ist der Aufbau seines Museums Barberini, das sich mit renommierten Kunsthäusern in Berlin und weltweit messen soll. Plattner will dort auch Werke seiner herausgehobenen privaten Sammlung zeigen – unter anderem von Künstlern wie Claude Monet. Der nach historischem Vorbild wiedererrichtete Palast Barberini wird am 23. Januar 2017 mit einer Impressionisten-Schau eröffnet, geplant sind drei Wechselausstellungen pro Jahr. Dazu wird Plattners private Sammlung mit DDR-Kunst in einer Dauerausstellung zu sehen sein. (mit Sabine Schicketanz und Jan Kixmüller

 

 

 

 

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