Potsdam : POTSDAM EXKLUSIV

Central Park durch die Gardine

Der Trick mit der schwarzen Gardine gehört mittlerweile zum Lehrplan der HFF-Studenten. Denn wie eine Kulisse durch davorgespannten schwarzen Tüll plötzlich „in die Tiefe springt“, fasziniert Uwe Fleischer, den ehemaligen Leiter der DEFA-Trickabteilung und heutigen HFF-Dozent, bis heute. Angewendet wurde der Trick 1995 beim Dreh zur Romantik-Komödie „Eine Couch in New York“ mit Juliette Binoche und William Hurt, die heute im Filmmuseum gezeigt wird. Die Couch stand nie in New York, sondern in der Mittelhalle der Babelsberger Studios, erinnert sich Uwe Fleischer. Seine Frau, Modellbauerin Marion Fleischer, hatte dort eine 21 Meter lange Kulisse des Central Parks nachgebaut. Das Modell stand nur neun Meter hinter der Couch, erzählt Fleischer. Als Kameramann Dietrich Lohmann die schwarze Gardine davor spannte, ging der puppenstubenhafte Eindruck jedoch sofort verloren. Von der Wirkung kann man sich heute auf der großen Leinwand überzeugen: 20 Uhr zeigt das Filmmuseum „Eine Couch in New York“. Die Modell-Häuser sind in der Filmmuseums-Ausstellung „Filmstadt Babelsberg“ zu sehen.

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