• Posse beendet: Müllunternehmen zahlt für Kongsnæs-Schaden

Posse beendet : Müllunternehmen zahlt für Kongsnæs-Schaden

Nachdem ein Fahrzeug der Potsdamer Stadtentsorgung den Torbogen der Matrosenstation gerammt hatte, wollte das kommunale Unternehmen nicht dafür geradestehen. Nun hat es doch klein beigegeben.  

Der Müllwagen habe den Torbogen nur touchiert, meinte die Step. 
Der Müllwagen habe den Torbogen nur touchiert, meinte die Step. Foto: Privat

Potsdam - In dem skurrilen Streit um den von einem Müllfahrzeug umgefahrenen Torbogen der Matrosenstation Kongsnæs hat die kommunale Stadtentsorgung (Step) klein beigegeben. Kongsnæs-Inhabers Michael Linckersdorff sagte den PNN jetzt auf Anfrage: „Die Step musste sich der erdrückenden Beweislast der Gutachter beugen – der Schaden wurde anerkannt und finanziell ausgeglichen.“ Er denke, dass das restaurierte Tor noch vor Jahresende an seinem alten Platz stehen werde.

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Möglichst bis Jahresende soll der Torbogen wieder stehen. 
Möglichst bis Jahresende soll der Torbogen wieder stehen. Foto: Andreas Klaer

Der Streit hatte für Schlagzeilen gesorgt. Es ging um einen Vorfall vom 8. November 2019, zu dem es im damals aufgenommenen Polizeiprotokoll hieß, der Step-Müllwagen habe das Tor beim Herausfahren „touchiert“. Daher „blieb der hölzerne Torbogen auf dem Dach des Lkws liegen“. Linckersdorff hatte auch mehrere tausend Euro für ein neues Tor von dem kommunalen Unternehmen gefordert. 

Doch lange hatte sich die Step gewunden – und sich auf ein Gutachten der Dekra berufen, wonach nicht klar sei, ob der Schaden wirklich durch ein Touchieren des Fahrzeugs mit dem Holzportal verursacht wurde. Möglicherweise habe das im Jahr 2000 errichtet Bauwerk „Schäden durch holzzerstörende Pilze“ gehabt und sei deshalb einfach umgefallen, so die Argumentation der Step. Linckersdorff hatte daher auch einen Rechtsanwalt eingeschaltet und mit Klage gedroht. Denn aus seiner Sicht sei einfach vergessen worden, die Klappe des Müllwagens zu schließen: Daher habe dieser nicht mehr durch das Tor gepasst.

Die Step blieb übrigens bei ihrer bisherigen Kommunikationsstrategie zu dem Thema. Man werde das nicht kommentieren, sagte ein Sprecher den PNN. Die Step gehört zu den Stadtwerken, 49 Prozent werden von der weltweit tätigen Remondis-Gruppe gehalten.

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