Potsdam : Porta spendiert Klubraum

Möbelhaus öffnet im August / Weitere soziale Projekte in Potsdam angekündigt

Günter Schenke

Drewitz - Aus einem dunklen Kellerraum der Priesterweg-Grundschule entstand in kurzer Zeit ein gemütlicher Schülerklub. Angeschoben hat das Ganze Wolfgang Burghardt von der Bürgeraktion Drewitz. Er nutzte die erstbeste Gelegenheit bei der Erstvorstellung der Porta-Ansiedlung beim Linken-Frühschoppen und sprach die Verantwortlichen darauf an. Gestern herrschte allseits sichtliche Freude über das gelungene „Weihnachtsgeschenk“, wie der Fraktionschef der Linken Hans- Jürgern Scharfenberg den Klubraum nannte. Dessen Einrichtung sei besonders wichtig, weil die Priesterweg-Schule in letzter Zeit „in der Diskussion“ sei. Schulleiterin Elvira Eichelbaum beklagt auf Nachfrage den eigentlich untragbaren Zustand der Toilettenanlagen und die marode Ausstattung des Raumes für die Schülerspeisung. Hier wären dringend Investitionen erforderlich.

Gestern herrschte erst einmal Freude über den Klub, der von den Schülerinnen und Schülern genutzt werden soll, um zu reden, Karten oder Schach zu spielen, an der Bar einen Saft zu trinken oder einen Film auf dem Bildschirm anzusehen. Detlef Seidel vom Unternehmen Porta erklärt, dass seine Leute die Heizungsrohre verkleidet und den Raum malermäßig auf Vordermann gebracht hätten, dazu kamen Möbel aus dem Porta-Sortiment sowie Lampen und Dekorationen. Lindgrün und Orange sind die dominierenden Farben der Einrichtung des zirka 18 Quadratmeter großen Raumes. Eine Porta-Innenarchitektin hat das Konzept hierfür entwickelt. In der gepolsterten Sitzecke machten es sich die Priesterweg-Schüler sogleich zwischen den Kissen gemütlich.

Seidel berichtet, dass auf dem Baufeld an der Straße Zum Kirchsteigfeld alles planmäßig verlaufe. Derzeit werde das Grundstück für den Neubau vorbereitet, Gehölze müssten gerodet und Versiegelungen entfernt werden. Bereits im August 2008 werde das Möbelkaufhaus öffnen, kündigt der Geschäftsführer an. Es sei das größte Haus des Unternehmens, 5000 Quadratmeter größer als das im Wesentlichen baugleiche Kaufhaus in Aachen. Diese Dimension ziele nicht nur auf Kundschaft in Potsdam, sondern auch aus der näheren Umgebung und aus Berlin.

Das Porta-Unternehmen hat von Anfang an erklärt, am neuen Standort ein guter Nachbar sein zu wollen, indem es soziale Projekte unterstützt. „Im Rahmen unseres sozialen Engagements helfen wir vor allem dort, wo soziale Unterstützung von gemeinnützigen Einrichtungen dringend benötigt wird“, versichert Seidel. Das werde künftig auch in Potsdam der Fall sein. Die Investition an der Priesterweg-Grundschule belaufe sich auf 3000 Euro.