• Polizeibericht für Potsdam: Rentner übergibt tausende Euro durchs Fenster an fremden Mann

Polizeibericht für Potsdam : Rentner übergibt tausende Euro durchs Fenster an fremden Mann

In der Nacht zu Montag rief ein älterer Herr bei der Polizei an und fragte, wann er sein Geld zurückbekäme. Eine Frage, auf die sich die Beamten erst keinen Reim machen konnten. Doch dann erzählte der Mann seine Geschichte.

Foto: Sebastian Gabsch

Potsdam - Ein dreister Betrugsfall hat sich in Potsdam-West zugetragen. Wie die Polizei am Montagmittag mitteilte, hatten sich Betrüger bei einem 86-Jährigen per Telefon gemeldet. Die Unbekannten warnten den Mann vor einem angeblich geplanten Überfall. Zur Sicherheit solle er sein gesamtes Bargeld an die Polizei übergeben. Ein Beamter würde sich bei ihm melden.

Der Mann sammelte daher all sein bares Vermögen zusammen. Schon wenig später kam ein vermeintlicher Polizist vorbei, der sich von dem gutgläubigen Senior das Geld durchs Fenster überreichen ließ. Das Geld würde er alsbald zurückerhalten. Dann verschwand der junge Mann in der Dunkelheit und verschwand - gemeldet hat sich der vermeintliche Polizist nicht mehr. Daraufhin rief der Mann bei der (echten) Polizei an - und musste feststellen, dass er Betrügern aufgesessen war.

Eine sofort eingeleitete Fahndung war erfolglos.

Der Geldabholer soll etwa 30 Jahre gewesen sein und ortsüblichen Dialekt gesprochen haben.


Tipps der Polizei

  • Lassen Sie sich am Telefon nicht ausfragen. Geben sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis!
  •  Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen. Vereinbaren sie einen späteren Gesprächstermin, damit sie in der Zwischenzeit die Angaben z.B. durch einen Anruf bei Ihren Verwandten oder einem Rückruf bei der örtlichen Polizei überprüfen können!
  • Notieren Sie sich die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Nummer des Anrufers!
  • Bevor Sie jemandem ihr Geld geben wollen: Besprechen Sie die Angelegenheit mit einer Person Ihres Vertrauens. Wenn Ihnen die Sache „nicht geheuer ist“, informieren Sie bitte ihre örtliche Polizeidienststelle!
  • Übergeben Sie kein Geld an Personen, die Ihnen nicht persönlich bekannt sind, auch nicht angeblichen Polizisten!
  • Haben sie bereits eine Geldübergabe vereinbart? Informieren Sie noch vor dem Übergabetermin die Polizei! Sie erreichen sie unter der Nummer 110!