• Polizeibericht für Potsdam: Polizei warnt vor Enkeltricks und vermeintlichen Polizisten am Telefon

Polizeibericht für Potsdam : Polizei warnt vor Enkeltricks und vermeintlichen Polizisten am Telefon

Betrüger versuchten in den vergangenen Tagen mehrfach im Raum Potsdam, am Telefon Geld zu erbeuten. Sie gaben sich als Familienangehörige und Polizisten aus - erfolglos.

Betrug am Telefon: Anruferinnen gaben sich als Familienmitglieder aus, die größere Summen Bargeld brauchten.
Betrug am Telefon: Anruferinnen gaben sich als Familienmitglieder aus, die größere Summen Bargeld brauchten.Foto: Jan-Philipp Strobel/dpa

Potsdam/Teltow – Unbekannte haben in den vergangenen Tagen in Potsdam und Potsdam-Mittelmark mehrfach versucht, mit Enkeltricks oder Polizeitricks am Telefon Geld zu erbeuten.

So gaben sich Anruferinnen in allen angezeigten Fällen in Potsdam und Region als enge Familienmitglieder aus und baten um finanzielle Unterstützung für Wohneigentum oder ein neues Auto, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Sie forderten dabei nicht selten mehrere Zehntausend Euro. Die Angerufenen haben allerdings in allen Fällen die Betrugsmasche erkannt, es kam nicht zur Geldübergabe.

Vermeintliche Polizisten wollten wissen, welche Wertgegenstände sich im Haus befinden

Am Mittwochabend riefen außerdem vermeintliche Polizisten bei mehreren Teltowern an, um an Geld und Wertgegenstände zu kommen.

Die Masche: Anrufer melden sich mit einer Telefonnummer, die dem Polizeinotruf ähnlich sieht (zum Beispiel 0331 – 110) und geben vor, dass bei einer Festnahme von Einbrechern die Adresse auf einem Zettel gefunden wurde. Deswegen müssten die vermeintlichen Polizisten „vorsorglich“ eine Liste von Wertgegenständen im Haus anfertigen, damit diese später von der Polizei sichergestellt werden können.

Die Polizei gibt Tipps für solche Situationen:

- Lassen Sie sich am Telefon nicht ausfragen. Geben sie keine Details Ihrer familiären oder finanziellen Verhältnisse preis

Lassen Sie sich von einem Anrufer nicht drängen und unter Druck setzen. Vereinbaren sie einen späteren Gesprächstermin. Überprüfen Sie in der Zwischenzeit die Angaben z.B. durch einen Anruf bei Ihren Verwandten

 Rufen Sie die oder den „ Verwandten“ zurück. Verwenden Sie dazu die Ihnen bekannte Telefonnummer- nicht aber die Nummer, die die Anruferin oder der Anrufer Ihnen möglicherweise gegeben hat

-   Notieren Sie sich die eventuell auf dem Sichtfeld Ihres Telefons angezeigte Nummer des Anrufers

Bevor Sie jemanden mit Geld zu helfen versprechen: Besprechen Sie die Angelegenheit mit einer Person Ihres Vertrauens. Wenn Ihnen die Sache „nicht geheuer ist“, informieren Sie bitte ihre örtliche Polizeidienststelle

-  Übergeben Sie kein Geld an Personen, die Ihnen nicht persönlich bekannt sind. Auch nicht der Polizei

Haben sie bereits eine Geldübergabe vereinbart? Informieren Sie noch vor dem Übergabetermin die Polizei. Sie erreichen sie unter der Nummer 110

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