• Hauptbahnhof Potsdam: Angriff mit Rasierklinge

Polizeibericht für Potsdam : Hauptbahnhof: Angriff mit Rasierklinge

Bei einem erneuten Gewaltvorfall am Potsdamer Hauptbahnhof hat es am Wochenende zwei Verletzte gegeben. Dabei war auch ein gefährliches Werkzeug im Spiel.

Immer wieder kommt es am Hauptbahnhof zu schweren Straftaten.
Immer wieder kommt es am Hauptbahnhof zu schweren Straftaten.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Bei einer Auseinandersetzung in der Friedrich-Engels-Straße sind zwei Menschen verletzt worden. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, war der Streit zwischen zwei Männern in der Nacht zu Samstag vor einem Imbiss am Hauptbahnhof eskaliert. Ein 24-jähriger Kameruner habe einen 23-jährigen Mann dabei mit einer Rasierklinge mehrfach in die Kopfhaut geschnitten. Dieser musste daraufhin in einem Potsdamer Krankenhaus behandelt werden. 

Der Beschuldigte konnte am Tatort angetroffen und in Gewahrsam genommen werden. Er wehrte sich dabei, indem er einem Polizeibeamten in Arm und Finger biss. Dieser wurde dadurch leicht verletzt. Die Polizei ermittelt nun wegen gefährlicher Körperverletzung und Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte.

Immer wieder kommt es rund um den Hauptbahnhof zu Gewalttätigkeiten

Am Hauptbahnhof und im Bereich rund um die Freundschaftsinsel ist es seit dem vergangenen Sommer immer wieder zu Gewalttätigkeiten gekommen. Zuletzt waren Anfang Februar aus einer sechsköpfigen Gruppe heraus zwei Männer angegriffen worden, die bei einem Streit hatten vermitteln wollen. Die Polizei geht bislang nicht davon aus, dass es sich um einen Kriminalitätsschwerpunkt handelt.

Anfang Februar hatte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) angekündigt, bis März mit allen beteiligten Akteuren Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit vor Ort zu erarbeiten. Das Management der Bahnhofspassagen erwägt wie berichtet, das kostenlose Internet im Haus zu kappen und weniger Bänke aufzustellen, damit Gruppen nicht so lange dort verweilen. Die Polizei schickt bereits seit Mai 2018 verstärkte Streifen in das Areal. Das Gebäude passieren täglich 60 000 bis 70 000 Menschen.

» Eine Chronik von zurückliegenden Gewaltvorfällen rund um den Hauptbahnhof (Juli bis Dezember 2018) lesen Sie hier.

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