• Zahl der Einbrüche in Potsdam 2018 gestiegen

Polizei gibt Tipps für besseren Schutz : Zahl der Einbrüche in Potsdam gestiegen

In Potsdam wurde in diesem Jahr häufiger eingebrochen. Jetzt gibt die Polizei Tipps, wie man sich besser davor schützen kann.

Sandra Calvez


Als größte Schwachstellen erweisen sich Fenster oder bodentief verglaste Terrassentüren, sagt eine Polizeisprecherin.
Als größte Schwachstellen erweisen sich Fenster oder bodentief verglaste Terrassentüren, sagt eine Polizeisprecherin.Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Potsdam - Der jüngste Fall ereignete sich erst am Dienstag: Ein Ehepaar kam nach einer längeren Kur nach Hause und bemerkte, dass sich Einbrecher an ihrem Eigenheim in der Heinrich-Mann-Allee zu schaffen gemacht hatten. Fünf Fenster hatten die Unbekannten beschädigt. 

Ende November hatte der Einbruch in eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Berliner Vorstadt Aufsehen erregt, in dem auch Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) lebt. Fast allwöchentlich finden sich Einbruchsfälle im Polizeibericht. Nun bestätigte die Polizeidirektion West auf PNN-Anfrage, dass die Zahl der Einbrüche in Potsdam wächst. Genaue Zahlen für 2018 will die Polizei zwar noch nicht nennen, aber die Tendenz sei steigend.

Zuletzt war die Zahl der Fälle gesunken, von 2016 insgesamt 182 Einbrüchen im Stadtgebiet auf 148 Fälle im Jahr 2017. Die Aufklärungsquote, generell bei Einbrüchen recht niedrig, war im gleichen Zeitraum deutlich gestiegen. 2016 wurde nur in 7,1 Prozent der Fälle der Täter ermittelt, im Jahr darauf waren es immerhin 13,5 Prozent.

Besonders Babelsberg, Innenstadt und Bornstedt betroffen

Dabei ist die Zahl der Wohnungseinbrüche nicht in allen Stadtvierteln gleich hoch: Wie Polizeisprecherin Juliane Mutschischk betonte, waren seit Jahresbeginn Babelsberg, die nördliche Innenstadt und Bornstedt besonders betroffen.

Für viele ist die Vorstellung grauenvoll, dass Diebe unbemerkt in die Wohnung oder das Haus eindringen, dort private Dinge durchwühlen und Wertgegenstände mitgehen lassen. Um sich besser zu schützen, gibt die Polizei eine Reihe von Tipps. „Als größte Schwachstellen erwiesen sich in der Vergangenheit die Fenster oder bodentief verglaste Terrassentüren“, so Mutschischk. Diese Angriffspunkte solle man besonders verstärken, etwa durch Rollläden mit Sperrwirkung. So könnten sie „nicht ohne Weiteres hochgeschoben werden“. Zudem rät Mutschischk zur Abschreckung der Täter durch Licht und Alarmanlagen. Die Beleuchtung kann von innen mit Hilfe von Zeitschaltuhren oder von außen durch Bewegungsmelder gesteuert werden. „Auch optische und akustische Alarmanlagen verfehlen ihre Wirkung selten, da diese unmittelbar die Aufmerksamkeit auf das angegriffene Objekt lenken“, so die Sprecherin. 

Auch Videoüberwachung oder Hinweisschilder könnten die Hemmschwelle der Täter erhöhen. „Hier ist darauf zu achten, dass lediglich Ihr Grundstück im Wirkungsbereich der Kamera abgebildet ist“, so Mutschischk. Zudem solle man darauf achten, Fenster und Türen vollständig zu schließen und zu verschließen, auch wenn das Haus kurz verlassen werde.