• Platznöte der Stadt: Neuer Potsdamer Rathaus-Campus bis 2026

Platznöte der Stadt : Neuer Potsdamer Rathaus-Campus bis 2026

Bis 2026 soll der neue Verwaltungscampus der Stadt Potsdam entstehen - für einen dreistelligen Millionenbetrag. Diesen Zeitplan hat Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) bekannt gegeben.

Auf dem derzeitigen Verwaltungscampus gibt es mehrere marode DDR-Bauten.
Auf dem derzeitigen Verwaltungscampus gibt es mehrere marode DDR-Bauten.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Bis 2026 will Oberbürgermeister Mike Schubert einen neuen Campus für die Potsdamer Stadtverwaltung errichten lassen. Diesen auch aus Schuberts Sicht "ambitionierten Zeitplan" stellte das Rathaus am Mittwochabend im Hauptausschuss der Stadtverordneten vor. Schon im Laufe des Jahres soll das Kommunalparlament eine Grundsatzentscheidung für das Großprojekt fällen, dass laut Projektchef Tom Reschke für Kosten im deutlich dreistelligen Millionenbereich sorgen dürfte. Bis Ende des Jahres solle das Finanzierungskonzept stehen.

Der Verwaltungscampus hat viele Defizite

Das Projekt ist aus Sicht von Schubert dringend notwendig. Reschke zählte die Defizite des aktuellen Standorts an der Hegelallee auf: Sanierungsbedürftige Bauten, teils noch aus DDR-Zeiten, zu wenig Platz trotz steigender Mitarbeiterzahlen, grundsätzliche funktionale Defizite. Das mache es schon jetzt erfolderliche, dass die Stadtverwaltung umfangreich auf externe Räume ausweichen und diese anmieten muss. Diese Kosten sollen durch den Neubau dauerhaft obsolet werden, auch die Wege zwischen den Fachbereichen würden verkürzt.

Das Potsdamer Rathaus
Das Potsdamer RathausFoto: Sebastian Gabsch

Schon im vergangenen Jahr hatte Schubert eine Machbarkeitsstudie für einen neuen Verwaltungscampus angekündigt - diese soll noch dieses Jahr fertig werden. Dieser könnte zum Beispiel am ehemaligen Tramdepot in der Heinrich-Mann-Allee in der Teltower Vorstadt gebaut werden, dieses Areal hatte zumindest Schubert mehrfach genannt. 

Doch auch weitere Flächen sollen geprüft werden. Es geht um Platz für mehr als 2000 Arbeitsplätze. Reschke nannte als Ziel einen "modernen, funktionalen Service- und Dienstleistungsstandort". Das Rathaus in der Friedrich-Ebert-Straße soll zugleich aber weiter genutzt und auch saniert werden.


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