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Pläne für Digitalzentrum auf RAW-Areal : Beteiligung und Demonstration

Stadt legt den Bebauungsplan für der das Digitalzentrum auf dem früheren RAW-Areal aus. Gegner des Vorhabens machen zu einer Protestaktion am Samstag mobil.

Halb zugewuchert harren die denkmalgeschützten Hallen des früheren RAW, dass neues Leben in sie zieht. 
Halb zugewuchert harren die denkmalgeschützten Hallen des früheren RAW, dass neues Leben in sie zieht. Foto: Sebastian Gabsch PNN

Potsdam - Begleitet von andauernden Protesten aus der linken Szene hat die Stadtverwaltung einen weiteren Planungsschritt für das RAW-Digitalzentrum in der Nähe des Hauptbahnhofs begonnen – der dafür nötige Bebauungsplan wird nun öffentlich ausgelegt. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Damit können Bürger vom 14. April bis zum 16. Mai noch ihre Einwendungen zu dem Vorhaben abgeben, die Bauverwaltung muss diese dann bewerten. Alle Unterlagen sollen sich dann unter www.potsdam.de/beteiligung befinden.

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Wie berichtet sollen in dem Innovations- und Digitalzentrum mit Büro- und Gewerbeflächen rund 1000 Arbeitsplätze entstehen, auch Einzelhandel und Cafés sollen angesiedelt werden, es geht um rund 100 Millionen Euro Investitionen. Anwohner der Teltower Vorstadt sorgen sich aber, dass mit dem Bau der Wohnraum im Kiez deutlich teurer wird. Das Rathaus prüft daher eine Milieuschutzsatzung gegen steigende Miete – diese wird wohl aber erst Mitte 2022 beschlossen werden können, wie die Stadt jüngst auf FDP-Anfrage antwortete.

Demo am Samstagnachmittag geplant

Auch daher ist das RAW umstritten – vor allem das linke Netzwerk „Stadt für alle“ macht dagegen mobil. Dieses veranstaltet an diesem Samstag einen Housing Action Day, wie er in vielen europäischen Städten als Protest gegen Probleme der Wohnungspolitik geplant ist. 

Dabei wird ab 15 Uhr ein Demoaufzug erwartet: Startpunkt ist das RAW-Gelände gegenüber der Schlaatzstraße, Endpunkt der Staudenhof. Die Polizei bestätigte den PNN am Freitag, die Versammlung dürfe „unter Auflagen ausnahmsweise als Aufzug stattfinden“. Laut Corona-Regeln sind derzeit höchstens 500 Teilnehmer bei Kundgebungen erlaubt.

Das Netzwerk protestiert „gegen Verdrängung und Mietenwahnsinn”, auch anderswo im Bundesgebiet werden solche Aufzüge erwartet. Massive Kritik übt das Bündnis in seinem Aufruf an der Wohnungspolitik der städtischen Pro Potsdam, es werde „Zeit”, das Unternehmen „zu einer anderen Geschäftspolitik zu zwingen”, es sei zudem Zeit „für einen klaren Kurswechsel der Stadt”. Der Housing Day in Potsdam wird unter anderen von Fridays for Future und Extinction Rebellion unterstützt, aber auch vom Kreisverband der Linken.

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