• Piks auch ohne Termin: Potsdams Kampf gegen die Impfmüdigkeit

Piks auch ohne Termin : Potsdams Kampf gegen die Impfmüdigkeit

Neben dem Corona-Impfzentrum in der Metropolishalle, das nun von der Stadt betrieben wird, gibt es weitere Angebote in Potsdam. Ein Überblick.

Das Impfzentrum in der Babelsberger Metropolishalle bot am Donnerstag auch Impfungen ohne Voranmeldung an. 
Das Impfzentrum in der Babelsberger Metropolishalle bot am Donnerstag auch Impfungen ohne Voranmeldung an. Foto: Sebastian Gabsch

Potsdam - Landesweit sei eine „Impfmüdigkeit“ zu spüren, so Brandenburgs Gesundheitsstaatssekretär Michael Ranft. In Potsdam sind laut einer Umfrage der Stadt unter mehr als 2400 Potsdamern aber nur 4,5 Prozent der Befragten nicht bereit, sich gegen Corona impfen zu lassen, 11,3 Prozent sind unschlüssig. Gerade diese wolle man durch niedrigschwellige Angebote erreichen, so Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD).

IMPFZENTRUM METROPOLISHALLE

Brandenburgs größtes Impfzentrum in der Babelsberger Metropolishalle wird nun von der Stadt und nicht mehr von der Kassenärztlichen Vereinigung Brandenburg (KVBB) betrieben. „Raider heißt jetzt Twix – sonst ändert sich nichts“, wie Hubertus C. Diemer, Vorstandsvorsitzender im Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes, am Donnerstag beim Übergabetermin in der Metropolishalle erklärte. 

Soll heißen: Das Angebot bleibt bestehen, zwölf Impfstraßen stehen zur Verfügung, Termine sind verfügbar und zu buchen unter www.impfterminservice.de oder telefonisch über 116 117. Verimpft werden die Vakzine von Biontech, Moderna sowie Johnson & Johnson. Am Donnerstag fand auch Impfen ohne Termin mit Johnson & Johnson (nur eine Impfung nötig) für alle ab 18 Jahren statt. Impfungen für Kinder ab zwölf Jahren sind im Impfzentrum vorerst weiter nicht vorgesehen, wie Schubert auf Nachfrage klarstellte.

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ARZTPRAXEN

Eltern, die eine Impfung ihres Kindes wünschen (die Ständige Impfkommission empfiehlt sie bislang nur für Kinder mit anderen gesundheitlichen Risiken, rät aber nicht explizit ab) müssen in Potsdam einen Kinderarzt aufsuchen. Zudem impfen Hausärzte, Fachärzte (etwa Gynäkologen), Betriebs- und Privatärzte. Ob eine Impfung möglich ist, muss in der jeweiligen Praxis direkt erfragt werden.

KLINIKUM „ERNST VON BERGMANN“

Im Impfzentrum des kommunalen Bergmann-Klinikums kann man sich ebenfalls impfen lassen. Termine sind buchbar unter www.potsdam.de/impfen. Am Mittwoch (4. August) ab 12.30 Uhr findet Impfen ohne Termin statt, wie Tim Steckel, Geschäftsführender Direktor des Klinikums, gestern ankündigte. Das Impfzelt befindet sich an der Gutenbergstraße, neben der Einfahrt zur Kindernotaufnahme.

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HEINRICH–HEINE–KLINIK

Die Heinrich-Heine-Klinik in Neu Fahrland kommt als neues, drittes Impfzentrum in Potsdam dazu. Zwei Impfstraßen stehen dort bereit, 450 Impfungen pro Woche seien möglich, so Chefärztin und medizinische Leiterin Barbara Lieberei. Donnerstag, Freitag und Samstag von 8 bis 17.30 Uhr steht das Impfteam der psychosomatischen Fachklinik bereit – Termine unter www.potsdam.de/impfen. 

„In den vergangenen anderthalb Jahren haben wir erlebt, wie aus den direkten und indirekten Folgen der Corona-Pandemie erhebliche psychische, psychosomatische und körperliche Folgeerkrankungen resultieren können“, so Lieberei. Deswegen sei die Klinik gerne bereit, sich an der Impfkampagne zu beteiligen.

MOBILE ANGEBOTE

Der nächste mobile Impftag in Potsdam findet am Donnerstag, 5. August, von 11 bis 18 Uhr in Zusammenarbeit mit dem Landtag auf dem Alten Markt statt. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die mobilen Impftage werden regelmäßig im Vorfeld auf der Internetseite der Stadt www.potsdam.de, auf den städtischen Seiten in den sozialen Netzwerken sowie in den Hauseingängen rund um die Aktionsstände veröffentlicht.


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