• Personalkrise im Potsdamer Bürgerservice : Terminbuchung soll deutlich besser werden

Personalkrise im Potsdamer Bürgerservice : Terminbuchung soll deutlich besser werden

Vorsprachen ohne Termin sind zwar aufgrund eines hohen Krankenstands weiterhin nicht möglich. Dafür kündigte die Stadtverwaltung weitere Verbesserungen an.

Der Bürgerservice wird seit Monaten kritisiert.
Der Bürgerservice wird seit Monaten kritisiert.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Beim Bürgerservice im Rathaus sorgt ein akuter Personalengpass weiter für Einschränkungen. Erst Anfang April war wieder eingeführt worden, dass Potsdamer:innen ohne die viel kritisierte Online-Terminbuchung bei dem Amt ihren Reisepass oder andere Dokumente beantragen können. Diese Dienstleistung bleibt nun wegen des akuten Personalmangels vorerst außer Betrieb. Das bestätigte ein Stadtsprecher am Montag auf PNN-Anfrage. 

In der vergangenen Woche seien 16 von 34 Kolleg:innen krank gemeldet gewesen, hieß es. Sobald diese wieder im Dienst und der Service angeboten werden könne, wolle man darüber informieren. Wann es soweit sein wird, blieb offen. 

Seit Monaten sorgt der Bürgerservice für Unmut in der Stadtbevölkerung. Wegen des Dauerärgers hatte Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) die Problemstelle zur Chefsache gemacht – und auch Verbesserungen angekündigt. Zuständig ist eigentlich Ordnungsbeigeordnete Brigitte Meier (SPD). Zumindest ein wichtiger Bestandteil der Internet-Terminbuchung soll nun auch absehbar verbessert werden. 

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So hatten Nutzer immer wieder moniert, dass dort einmal angezeigte Termine zwar angeklickt werden können, dies gleichzeitig aber auch andere Nutzer tun können. Die Folge: Die eigentlich frei scheinenden Terminfenster sind im Endeffekt doch nicht mehr verfügbar. Dieses für viele frustrierende Verfahren soll nun mit einer einfachen, in anderen Terminbuchungsprogrammen längst üblichen Lösung entscheidend verbessert werden. 

Verbesserungen angekündigt

So kündigte die Stadtverwaltung jetzt auf Nachfrage des Grünen-Stadtverordneten Andreas Walter an, dass es die „Funktion der zeitlich begrenzten Reservierung eines ausgewählten Termins bis zum Abschluss der Terminbuchung“ geben werde. Das habe man beim Hersteller der Software „Ekol“, der Firma Telecomputer, angefragt. Dieser beabsichtige nun, „eine entsprechende Erweiterung im Mai auszuliefern.“ Nach dann noch erforderlichen Tests wolle man diese Funktion „möglichst zeitnah“ zur Verfügung stellen, so das Rathaus. 

In einer aktuellen Übersicht an die Stadtverordneten werden weitere Verbesserungen angekündigt. So solle „zukünftig“ mittels elektronischer Nachricht an Termine im Bürgeramt erinnert und die Stornierung erleichtert werden. Mehrmals hatte das Rathaus beklagt, Potsdamer:innen ließen viele Termine verstreichen, ohne diese abzusagen. 

Ebenso will die Stadtverwaltung noch im ersten Halbjahr 2022 die Voraussetzungen dafür schaffen, dass ausgestellte Pässe über eine Dokumentenbox rund um die Uhr abgeholt werden können. Durch zusätzliches Personal und auch Aushilfen sei es Ziel, im Sommer 2022 „zu einer ausgeglichenen Terminbuchung“ zu kommen, hieß es weiter. 

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