• Oberlinrede in Babelsberg: Wenders und Schlöndorff sprechen über Glauben

Oberlinrede in Babelsberg : Wenders und Schlöndorff sprechen über Glauben

Bilder als Sprache des Glaubens: Am 10. November werden die Filmemacher Wim Wenders und Volker Schlöndorff die traditionelle Rede in der Oberlinkirche halten. 

Marion Kaufmann
Die Regisseure Wim Wenders (l.) und Volker Schlöndorff. 
Die Regisseure Wim Wenders (l.) und Volker Schlöndorff. Foto: Jens Kalaene/dpa

Potsdam - Die Filmemacher Wim Wenders und Volker Schlöndorff werden in diesem Jahr die die traditionelle Oberlinrede halten. Am 10. November um 19 Uhr werden sie unter dem Thema „Bilder als Sprache des Glaubens“ in der Babelsberger Oberlinkirche über ihre Gedanken, Erfahrungen und Haltungen zu Glauben und Gebet sprechen, wie die Oberlinstiftung am Mittwoch bekanntgab.  

Regisseur Schlöndorff, der 1980 für den Film „Die Blechtrommel“ mit dem Oscar ausgezeichnet worden war, lebt seit Jahren in Potsdam. In einem Interview mit dem Magazin Chrismon berichtete Schlöndorff 2020, dass er im evangelischen Glauben aufwuchs und im Alter von 16 Jahren in einem Jesuiteninternat in Frankreich „gelandet“ war. Einen persönlichen Gott habe er nicht, bekannte er weiter. „Aber auch wenn man nicht an Gott glaubt, kann man beten, ein Stoßseufzer, ein Anflehen.“ 

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Auch Angela Merkel hielt schon die Oberlinrede

Die Oberlinrede ist eine Reihe der diakonischen Oberlinstiftung, zu der Persönlichkeiten zu gesellschaftsrelevanten Themen geladen sind. 2019 hielt Eisschnelllauf-Olympiasiegerin Claudia Pechstein die Rede, zuvor Georg Friedrich Prinz von Preußen, Kanzlerin Angela Merkel (CDU), die ehemalige rbb-Intendantin Dagmar Reim, Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt, Ex-Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) sowie Brandenburgs früherer Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD). 

Die Rede steht in Beziehung zu Aufgaben des Oberlinhauses, das sich Teilhabe, Gesundheit, Bildung und Arbeit widmet. Der Oberlinverein, aus dem das Oberlinhaus in Babelsberg hervorging, wurde vor 150 Jahren in Berlin gegründet. Das Jubiläum wird durch die Gewalttat im zu Oberlin gehörenden Thusnelda-von-Saldern-Haus überschattet, bei der im April vier Schwerstbehinderte getötet wurden. 

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