• Noch keine Einigung über Grundstückskauf: Schulcampus Waldstadt verzögert sich

Noch keine Einigung über Grundstückskauf : Schulcampus Waldstadt verzögert sich

Seit Jahren verhandeln Stadt und Land über das Grundstück für den Schulcampus in der Waldstadt. Bisher ohne Erfolg. Auch die Planung dauert länger als gedacht.

Am Bahnhof Rehbrücke soll eine Gesamtschule (rechts oben) und eine Förderschule (Mitte) sowie Sportflächen unterkommen.
Am Bahnhof Rehbrücke soll eine Gesamtschule (rechts oben) und eine Förderschule (Mitte) sowie Sportflächen unterkommen.Foto: Stadt Potsdam

Potsdam - Die Pläne der Stadt für den Bau eines Schulcampus in der Waldstadt am Bahnhof Rehbrücke kommen nicht voran – nach wie vor fehlt der Stadt nämlich einfach ein Großteil des Grundstücks. Wie die Stadtverwaltung nun auf PNN-Anfrage mitteilte, sei sie zu dem Thema in Gesprächen mit der Landesforstverwaltung. Zu den Inhalten der laufenden Verhandlungen wolle man sich nicht äußern. Allerdings hatte die Stadt schon im August vergangenen Jahres mitgeteilt, dass die Verhandlungen andauern

Das Land Brandenburg wollte wie berichtet seine Flächen nicht vergünstigt an die Stadt verkaufen, was für das Rathaus Zusatzkosten in Millionenhöhe bedeuten würde. Hintergrund sind vermögensrechtliche Vorschriften. Für Forstflächen werde der volle Preis fällig – da eine Bebauung beabsichtigt ist, wäre das der Preis für Bauland. 

Seit 2014 wird der Schulcampus in der Waldstadt in der Schulentwicklungsplanung aufgeführt, diverse Varianten wurden erarbeitet, mehrere Bürgerversammlungen abgehalten. Dort sollen eine Gesamtschule, eine Förderschule, eine Kita und wettkampftaugliche Sportanlagen entstehen.

Öffentlichkeit soll erst im nächsten Jahr beteiligt werden

Auch die Arbeit am Bebauungsplan geht nicht so rasch voran, wie ursprünglich gedacht. Eigentlich hätte das Planwerk im zweiten Quartal 2020 ausgelegt werden sollen. Doch wegen zahlreicher Korrekturen nach dem Beschluss der Stadtverordneten im November 2019 kam es bisher noch nicht dazu. Gemäß Beschluss sei die konkrete Lage der wettkampftauglichen Sportanlagen im Hinblick auf Naturschutzbelange und sonstige öffentliche Belange neu bewertet und für die Anforderungen der Regenentwässerung eine planerische Anpassung vorgenommen worden, heißt es aus dem Rathaus. „Die förmliche Öffentlichkeitsbeteiligung wird voraussichtlich im Frühjahr 2021 erfolgen.“ 

Sollte es anschließend zu einem Satzungsbeschluss kommen, steht wohl eine juristische Auseinandersetzung an. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) bereitet wie berichtet eine Klage gegen das Vorhaben vor. 

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