• Potsdamer Mitmachmuseum Extavium muss bangen

Noch keine Aussicht auf Förderung : Mitmachmuseum Extavium muss bangen

Das Mitmachmuseum "Extavium" muss weiter mit Finanzsorgen leben. Das zeigt eine aktuelle Antwort der Stadtverwaltung auf Anfrage der Linken.

Ein Labyrinth aus Duplosteinen dürfen die Kinder im Extavium selber bauen: Doch die finanzielle Zukunft des Hauses ist unklar.
Ein Labyrinth aus Duplosteinen dürfen die Kinder im Extavium selber bauen: Doch die finanzielle Zukunft des Hauses ist unklar.Foto: Andreas Klaer/PNN

Potsdam - Die finanzielle Zukunft des Mitmachmuseums „Extavium“ ist nicht gesichert. Das hat das Bildungsdezernat jetzt auf Anfrage des Linken-Stadtverordneten Sascha Krämer deutlich gemacht. Sofern die Stadtverordneten auch für das nächste Jahr eine finanzielle Unterstützung beschließen, könne dies nur zu Lasten anderer Projekte, Maßnahmen oder Förderungen erfolgen, teilte das Dezernat mit.

Zudem müsse das Extavium ein tragfähiges Betriebskonzept und eine darauf aufbauende jährliche Finanzierungsplanung vorlegen. Dies stelle „aus Sicht der Verwaltung für die Verantwortlichen des Extaviums eine große Herausforderung dar“, erklärt das Dezernat zurückhaltend. So sei ein erster Entwurf für dieses Konzept vom 15. August „nicht konkret und belastbar genug“ gewesen. Es sei nicht deutlich geworden, welche finanzielle Förderung von Seiten der Stadt benötigt werde. Daher müsse bis Anfang September eine überarbeitete Fassung der Unterlagen vorgelegt werden.

Seit 2015 hat das Extavium sein Quartier Am Kanal

Das Extavium, das 2015 in die Straße Am Kanal 57 gezogen ist, richtet sich vor allem an Kinder, die dort experimentieren können. Rund 30 000 Besucher pro Jahr werden gezählt. Im Mai hatten die Stadtverordneten für dieses Jahr 200 000 Euro Hilfe gewährt, um den Weiterbetrieb zu sichern - auch weil das Spendenaufkommen sich in den vergangenen Jahren verringert hatte. Zuletzt hatten die Betreiber gegenüber den PNN erklärt, man habe für nächstes Jahr noch keine feste Förderzusage der Stadt.

Geprüft wird zudem auch ein Umzug in die Biosphäre, die bekanntlich konzeptionell komplett erneuert werden soll. Ein Umzug des Extaviums dorthin wird laut Dezernat „mitgedacht“.

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