• Potsdam: Pflegeeinrichtung Bürgerstift City in der Innenstadt schließt

Nicht mehr zeitgemäß : Kurzzeitpflege in der Innenstadt schließt

Das Personal musste improvisieren, die Unterbringung war nicht mehr zeitgemäß - jetzt ist Schluss. Die Pflegeeinrichtung "Bürgerstift City" in der Potsdamer Innenstadt schließt.

"Bürgerstift City" in der Potsdamer Gutenbergstraße
"Bürgerstift City" in der Potsdamer GutenbergstraßeFoto: Andreas Klaer

Potsdam - Die Pflegeeinrichtung „Bürgerstift City“ in der Potsdamer Innenstadt schließt zum Jahresende. Im Stift standen 17 Kurzzeitpflegeplätze zur Verfügung. Die wurden etwa von Menschen in Anspruch genommen, die sonst zu Hause gepflegt wurden, aber nach einem Krankenhausaufenthalt besondere Betreuung benötigten. Auch wenn pflegende Angehörige kurzzeitig ausfielen, bot die Einrichtung eine Lösung.

Die Kurzzeitpflegeeinrichtung, die seit 2008 ein Gebäude in der Gutenbergstraße nutzte, wird seit 2018 unter dem Dach der Christlichen Altenhilfe Potsdam gemeinsam von der Alexianer GmbH und der Evangelischen Frauenhilfe in Brandenburg e.V. betrieben. Doch am 31. Dezember ist das vorbei. 

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„Wir haben uns zur Stilllegung entschlossen, da die räumlichen Gegebenheiten sowie die strukturellen Rahmenbedingungen eine wirtschaftliche Nutzung des Gebäudes nahezu unmöglich machen“, teilt Britta Schmidt mit, Geschäftsführerin der Christlichen Altenhilfe Potsdam.  

Nach Auskunft der gemeinsamen Träger war das Haus „seit Jahren durchgehend weit unter den zur Verfügung stehenden Möglichkeiten ausgelastet.“ Allen angestellten Pflegekräften sei eine Weiterbeschäftigung in den Senioreneinrichtungen am Heiligen See und im Bornstedter Feld angeboten worden.

Improvisationen waren nötig

Alexianer-Sprecher Benjamin Stengl sagt den PNN: In den vergangenen zwei Jahren habe sich herausgestellt, dass die Einrichtung den heutigen Ansprüchen nicht mehr genüge, sowohl in wirtschaftlicher als auch in pflegerischer Hinsicht. „Das Pflegepersonal musste viel improvisieren“, sagt Stengl. Nicht zuletzt sei die Unterbringung in Doppelzimmern nicht mehr zeitgemäß.  

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„Wir suchen nach einem neuen Standort“, fügt Stengel hinzu. Dafür müsse zuerst eine Immobilie gefunden werden, die sich für ein langfristig tragendes Konzept eigne. Um „zukunftsorientiert“ planen zu können, suche das Unternehmen nach Räumlichkeiten, die eine Verdoppelung der Plätze ermöglichen sollen.

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