• Neues Museum Barberini Potsdam: "Das schönste Berliner Museum steht in Potsdam"

Neues Museum Barberini Potsdam : "Das schönste Berliner Museum steht in Potsdam"

Acht Wochen vor der eigentlichen Eröffnung öffnet das Museum Barberini schon einmal die Türen. Hunderte Besucher machten sich bereits ein Bild - und viele äußerten sich begeistert.

Klaus Peters
Vom 28. November bis zum 4. Dezember können sich Interessierte das noch leere Museum Barberini anschauen.
Vom 28. November bis zum 4. Dezember können sich Interessierte das noch leere Museum Barberini anschauen.Foto: A. Klaer

Hunderte Besucher haben am Montag das neue Potsdamer Museum Palais Barberini gestürmt - viele zeigten sich begeistert. "Es ist wunderschön, sehr schlicht und elegant", urteilte die Potsdamerin Sabine Strohmeier am Montag nach einem ersten Rundgang durch die noch leeren Säle. "Die Ausrichtung auf die internationale Kunstszene ist eine echte Bereicherung für Potsdam - bislang hatten wir ja nur Häuser mit eher regionaler Ausstrahlung." Noch bis Sonntag können Besucher nach einer Anmeldung den Neubau des barocken Palais ohne Bilder bewundern. Eröffnet wird der Museumsbetrieb dann mit drei Ausstellungen am 23. Januar.

"Einige Besucher waren zu Tränen gerührt, weil sie das Barberini noch aus ihrer Kindheit kannten - oder dann später als Kriegsruine", berichtete Museums-Führerin Andrea Schmidt. Auf Postkarten können die Besucher ihre Eindrücke hinterlassen, die dann gescannt und an eine Wand projiziert werden. "Ich habe hier noch als Zehnjährige 1944 eine Weihnachtsfeier für Kinder erlebt", schrieb eine Besucherin. "Ich bin so froh, dass das Barberini wieder steht." Einige dankten auch dem Stifter des Museums, Software-Milliardär Hasso Plattner.

Besucherin: "Es ist beeindruckend hell hier"

Nach einer wechselvollen Geschichte war das zum Ende des 18. Jahrhunderts errichtete Bürgerhaus im April 1945 bei einem schweren Bombenangriff der Alliierten zerstört worden. Wie eine Ausstellung im obersten Stock des Museums nun erinnert, hatte das Haus während des Ersten Weltkriegs als Potsdams erstes Kino und später als Verwaltungsgebäude mit Standesamt gedient. In einem Seitenflügel wurde zeitweise sogar eine Jugendherberge betrieben.

"Es ist beeindruckend hell hier", sagte eine Berlinerin bei der Besichtigung der riesigen Säle. "Wir haben verfolgt, wie schnell sich das hier entwickelt hat - in nur zwei Jahren." Eine andere Besucherin aus der Hauptstadt brachte ihre Begeisterung über das Kunst-Palais auf einer Postkarte auf den Punkt: "Das schönste Berliner Museum steht in Potsdam!"

 

Interessierte können unter www.museum-barberini.com noch kostenlose Zeitfenster für die Tage der offenen Tür buchen. Es ist aber auch ein Kartenkontingent an der Museumskasse verfügbar.

 

 

 

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