• Neuer Potsdamer Stadtteil: Entwurf für das Krampnitzer Bergviertel ausgezeichnet

Neuer Potsdamer Stadtteil : Entwurf für das Krampnitzer Bergviertel ausgezeichnet

Der Bau des neuen Potsdamer Stadtteils Krampnitz verzögert sich zwar, die Planungen laufen aber weiter. Dienstag wurde ein Entwurf für das Bergviertel ausgezeichnet.

Christian Müller
Die Planungen des Bergviertels gehen voran.
Die Planungen des Bergviertels gehen voran.Foto: Pro Potsdam

Potsdam - Der Bau des neuen Potsdamer Stadtteil Krampnitz verzögert sich zwar, die Planungen laufen aber natürlich weiter. Im öffentlich tagenden Krampnitz-Forum wurden am Dienstagabend die Pläne für das Bergviertel vorgestellt. 

Derzeit stehen dort denkmalgeschützte und leerstehende Häuser aus den 1930er Jahren. Die Gebäude sollen durch neue Doppel- und Mehrfamilienhäuser ergänzt werden. Zu diesem Zweck wurde ein Realisierungswettbewerb ausgelobt. Mit dem ersten Preis wurde der Entwurf „Bergviertel | durchgrünt | belebt | bewegt“ vom Büro CITYFÖRSTER architecture+urbanism aus Hannover ausgezeichnet. 

Vorgesehene Bebauung fügt sich angemessen in Bestand ein

„Für das Bergviertel haben wir im Rahmen des Verfahrens städtebauliche Ideen entwickeln lassen, die mit Bezug zum Gartenstadtthema des 19. und 20. Jahrhunderts eine neue Definition des gemeinschaftlichen Wohnens erlauben. Zukunftsfragen wie nachhaltige Mobilität, Grünflächennutzung und soziale Infrastruktur können optimal in genossenschaftlichen Quartieren beantwortet werden“, so Bernd Rubelt, Beigeordneter für Stadtentwicklung, Bauen, Wirtschaft und Umwelt der Landeshauptstadt Potsdam.

Rubelt weiter: „Die im Entwurf vorgesehene ergänzende Bebauung des Bergviertels fügt sich angemessen in den denkmalgeschützten Bestand ein und formt in der Summe eine Struktur, die für genossenschaftliches Wohnen sehr gut geeignet wäre.“

Drei Potsdamer Genossenschaften – unter anderem die „Karl Marx“ und die „1956“ – kündigten an, diese bis zu 600 Wohnungen zwischen 2023 und 2027 bauen zu wollen. Das Geld will man gemeinsam investieren, hieß es in einer Erklärung. So könne man perspektivisch den Marktanteil der sozialen Wohnungswirtschaft erhöhen. Insgesamt sollen in Krampnitz auf dem 140 Hektar großen Kasernengelände bis zu 10.000 Menschen wohnen. 

Der Entwurf des Büros CITYFÖRSTER wurde mit dem ersten Preis ausgezeichnet
Der Entwurf des Büros CITYFÖRSTER wurde mit dem ersten Preis ausgezeichnetForo: CITYFÖRSTER

Neuigkeiten zum Krampnitzer Stadtplatz 

Auch die Planungen für das Quartierszentrum Ost schreiten voran. Am künftigen Stadtplatz im Krampnitzer Osten sollen Einzelhändler und Gewerbetreibende angesiedelt werden. Auch eine Fläche für „wasseraffine Freizeitnutzungen“ soll entstehen, wie es in der Pressemitteilung heißt. Autos können in der Quartiersgarage abgestellt werden. Das Parkhaus soll über 375 Stellplätze verfügen. 

Das Quartierszentrum Ost werde insbesondere in den ersten Jahren der Dreh- und Angelpunkt des neuen Stadtquartiers in Krampnitz sein, so Bert Nicke, der Geschäftsführer der Entwicklungsträger Potsdam GmbH. 

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