• Neue Zahlen: Kompletterhalt des Rechenzentrums würde 10,6 Millionen Euro kosten

Neue Zahlen : Kompletterhalt des Rechenzentrums würde 10,6 Millionen Euro kosten

Mehr als zehn Millionen Euro für den kompletten Erhalt des Rechenzentrums und steigende Mieten. Die neuen Zahlen bieten Zündstoff.

Das Kunst-und Kulturzentrum "Rechenzentrum" in Potsdam.
Das Kunst-und Kulturzentrum "Rechenzentrum" in Potsdam.Foto: Andreas Klaer

Potsdam - Der teilweise Erhalt des Kreativhauses Rechenzentrum wäre schwierig, aber machbar. Das ist nach PNN-Informationen ein Ergebnis einer Untersuchung des kommunalen Sanierungsträgers für die Mitte, die am Freitag der Presse vorgestellt wird. 

Demnach würde ein teilweiser Rückbau plus Sanierung bis zu 8,7 Millionen Euro kosten. Zur Deckung der Kosten würden dann aber die Mieten in dem Haus deutlich steigen, auf bis zu 20 Euro pro Quadratmeter.


Zündstoff für Debatte um Wiederaufbau der Garnisonkirche

Für die Studie hat der Sanierungsträger demnach zwei Varianten untersucht, die beide auch den Bau eines Kirchenschiffs der benachbarten Garnisonkirche möglich machen würden. Dem Wiederaufbau des umstrittenen Großprojekts steht das Rechenzentrum bekanntlich im Weg. Die neuen Zahlen dürften der Debatte um den Wiederaufbau weiteren Zündstoff geben. 

So hatte in der Vergangenheit der Potsdamer Historiker Martin Sabrow schon mehrfach gefordert, das Rechenzentrum als Quasi-Kirchenschiff zu nutzen. Dieser Kompletterhalt des Rechenzentrums würde laut der Studie demnach 10,65 Millionen Euro kosten - dem müsste die Stiftung Garnisonkirche aber zustimmen. In dem Fall würde die Miete vor Ort auf 12,63 Euro pro Quadratmeter steigen. Von der Politik ist bisher als Schmerzgrenze eine Miete von 9 Euro ausgegeben worden.

Das Mosaik "Der Mensch bezwingt den Kosmos" von Fritz Eisel am Rechenzentrum in Potsdam.
Das Mosaik "Der Mensch bezwingt den Kosmos" von Fritz Eisel am Rechenzentrum in Potsdam.Foto: Hajo von Cölln

Das Rechenzentrum soll eigentlich bis Ende 2023 von einem neuen „Creative Village“ auf dem Gelände der ehemaligen Feuerwache ersetzt werden, die Pläne dafür waren unlängst vorgestellt worden. Verwirklichen will diese das Unternehmen Glockenweiß. Mit den neuen Zahlen liegen nun alle Fakten auf dem Tisch, auch für die von Oberbürgermeister Mike Schubert (SPD) angestrebte allumfassende Debatte zur Position der Stadt in der Garnisonkirchendebatte.

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