• Neue Verordnung für Sportboote: Auf dem Trockenen

Neue Verordnung für Sportboote : Auf dem Trockenen

Eine neue Verordnung macht den Betreibern von Partybooten einen Strich durch die Rechnung: Potsdamer Anbieter fürchten um ihre Existenz, weil die Vermietung von Booten samt Kapitän verboten wird.

Angst. Yves Takke und Mathias Schubert sind in Sorge um ihr Havelmeer. F.: M. Thomas
Angst. Yves Takke und Mathias Schubert sind in Sorge um ihr Havelmeer. F.: M. Thomas

Das Veranstaltungsfloß des Potsdamer Bootsvermieters Havelmeer kann für Hochzeiten, Geburtstagsfeiern oder Firmenveranstaltungen gemietet werden. Doch wenn es nach dem Bundesverkehrsministerium geht, bleibt es diesen Sommer und auch in den kommenden Jahren an seinem Steg an der Havel vertäut. Denn laut einer neuen Verordnung dürfen Sportboote künftig nicht mehr samt Kapitän vermietet werden. Wie für viele andere Charterboot-Betreiber in der Region steht damit die Existenz des jungen Unternehmens auf dem Spiel. „Damit fällt einer unserer Hauptumsatzbringer weg“, sagt etwa Havelmeer-Geschäftsführer Yves Takke. Er und viele seiner Mitbewerber sind sich sicher, dass Lobbyismus hinter der neuen Verordnung steckt.

Im Verkehrsministerium heißt es hingegen, das bislang große Gefälle zwischen den Sicherheitsanforderungen bei klassischen Fahrgastschiffen und bei Charterbooten sei der Grund für die Gesetzesänderung. Während Reedereien schon lange strenge Auflagen im Bezug auf Brandschutz oder Notfallpläne befolgen müssen, galten diese bislang nicht für die meist als Sportboote deklarierten Veranstaltungsflöße oder Charter-Jachten.

Der Wirtschaftsverband Wassersport Berlin-Brandenburg warnt, dass allein in Ostdeutschland seien 200 Arbeitsplätze in Gefahr seien. Hinzu kommt noch die touristische Bedeutung der Flöße und Charterboote für die Region. Statt niedrigschwelliger Angebote seien in Zukunft nur noch „Dampfer mit dem Charme einer Autobahnraststätte“ erlaubt. In der Tat scheint der Vorstoß des Bundesministeriums nicht zur bisherigen Strategie der Brandenburger Landesregierung zu passen.

Den ausführlichen Beitrag lesen Sie in der Wochenendausgabe der POTSDAMER NEUESTEN NACHRICHTEN.

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