• Neue Uferpromenade an der Alten Fahrt: Aufzug-Posse in der Mitte sorgt für Ärger

Neue Uferpromenade an der Alten Fahrt : Aufzug-Posse in der Mitte sorgt für Ärger

Der Lift am neuen Ufer an der Alten Fahrt funktioniert nur mit einem Spezialschlüssel. Das sorgte für viele verärgerte Reaktionen. Die Stadt will nun Vorschläge sammeln und eine sinnvolle Variante prüfen.

Diese Vorrichtung ist nur mit einem Spezialschlüssel zu nutzen, den man extra bestellen muss.
Diese Vorrichtung ist nur mit einem Spezialschlüssel zu nutzen, den man extra bestellen muss.Foto: A. Klaer

Potsdam - Der nur mit einem Spezialschlüssel nutzbare Behinderten-Aufzug zur Uferpromenade an der Alten Fahrt erzürnt Stadtpolitiker. Der Linke-Kreischef Sascha Krämer sagte am Donnerstag, er erwarte eine „schnelle und unbürokratische Lösung“, damit der Uferweg für alle barrierefrei zugänglich wird. Seine Fraktion stellte eine Kleine Anfrage an die Stadtverwaltung, wie das Problem zu lösen sei.

Stadt nimmt Vorschläge entgegen

Grünen-Kreischef Nils Naber schlug vor, kurzfristig zumindest die für die Aufzugnutzung nötigen „Euro WC-Schlüssel“ in den benachbarten Restaurants am Otto-Braun-Platz zu hinterlegen. „Diese Information könnte dann auf einer Tafel am Aufzug bekannt gemacht werden – damit gäbe es zumindest kurzfristig Abhilfe.“ Zudem müssten die Stadtverordneten das Thema beraten, forderte Naber. Stadtsprecher Jan Brunzlow sagte: „Wir nehmen alle Vorschläge entgegen, sammeln aber auch selbst Ideen und prüfen die sinnvollste Variante, damit der Lift von allen genutzt werden kann.“

Wie berichtet sollte der Lift zur neuen Havelpromenade an der Alten Fahrt eine Alternative zu einer dort eigentlich geforderten Rampe sein. Doch der Lift ist nur mit den „Euro WC-Schlüsseln“ bedienbar, die ein Verein aus Darmstadt für 20 Euro im Internet vertreibt. Einen Hinweis zu diesem Umstand gibt es vor Ort nicht. Unter anderem hatte bereits der Potsdamer Beirat für Behinderte die Lösung als untauglich kritisiert. Auch in den sozialen Netzwerken wie „Facebook“ sorgt die Posse für Verärgerung, mehrfach war von einem Schildbürgerstreich die Rede. 

 

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Wie können ein Oberbürgermeister und ein Sanierungsträger-Chef, die beide über kurz oder lang möglicherweise auch lieber den Aufzug als die Stufen nutzen wollen oder müssen, diese groteske Lösung hinnehmen – und nicht spätestens bei der Vorführung zur Einweihung auf eine Änderung drängen? Ein Kommentar >>

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