• Neue Grundschule in Babelsberg: Petition gegen Sandschollen-Schule gestartet

Neue Grundschule in Babelsberg : Petition gegen Sandschollen-Schule gestartet

Wo soll eine dringend benötigte Grundschule in Babelsberg entstehen? Eine Arbeitsgruppe hatte sich zuletzt auf einen Teil des Sportplatzes Sandscholle verständigt. Doch jetzt formiert sich neuer Widerstand.

Auf dem Sportplatz Sandscholle könnte die neue Grundschule entstehen.
Auf dem Sportplatz Sandscholle könnte die neue Grundschule entstehen.Foto: A. Klaer

Babelsberg - Gegen den von Verwaltung und Stadtpolitik favorisierten Standort Sandscholle für die dringend benötigte Grundschule in Babelsberg formiert sich Widerstand. Auf dem Online-Portal Open Petition ist vor wenigen Tagen ein Aufruf gestartet worden, um die „Traditionssportstätte“ Sandscholle zu retten. „Bildung und Sport dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden“, heißt es in der Petition, die bis gestern Abend bereits mehr als 370 Personen unterschrieben haben, darunter 290 Potsdamer. Werden 1700 Unterschriften erreicht, wird die Petition den Stadtverordneten übergeben.

Wo soll der wegfallende Sportplatz neu errichtet werden?

Wie berichtet hatte sich die Arbeitsgruppe Schulentwicklung aus Rathausexperten, Stadtverordneten und Elternvertretern zuletzt auf den Naturrasen-Teil des Sportplatzes Sandscholle als neuen Grundschulstandort verständigt, nur ein Kunstrasenplatz würde verbleiben. Allerdings ist noch unklar, wo der wegfallende Sportplatz neu errichtet wird – im Dezember will man dafür eine Lösung präsentieren. Als Ersatzstandort ist ein teils unter Landschaftsschutz stehendes und als Flutungsfläche vorgesehenes Areal am Horstweg im Gespräch – sowie eine weit entfernte Fläche am Bahnhof Rehbrücke. „Beide Standorte können keinesfalls als adäquater Ersatz bezeichnet werden“, erklärt Petitions-Initiator Roman Böttcher, der auch eine Bürgerinitiative „Pro Sandscholle“ mitgründen will.

Beim Wegfall der Sandscholle würden 800 Sportler – etwa vom SV Babelsberg 03 und von Concordia Nowawes 06 – ihre Sportfläche verlieren. Zudem müssten dort auch noch Bäume gefällt werden – wodurch sich der natürliche Schallschutz für Anwohner verschlechtern würde, fürchtet Böttcher. Auch die Verkehrssituation rund um die Sandscholle sei schon jetzt durch den Sportbetrieb stark strapaziert und würde sich weiter erhöhen. Statt also einen intakten Sportplatz zu gefährden, müsste ein neuer Standort gesucht werden – Böttcher verweist etwa auf eine Brache in der Glasmeisterstraße.